11.05.2020 07:00 |

Wettbewerb läuft

Corona-Denkmal: Erinnerung und Zuversicht

Corona-Denkmal von „Steirerkrone“ und Kulturressort ist österreichweit einzigartig. Künstler basteln eifrig an den Entwürfen.

„Es ist interessant, ein Konzept zu entwickeln, das sich mit der Krisensituation kritisch auseinandersetzt, mit Einschränkungen und Verboten, Ängsten und Sorgen der Menschen. Es geht auch um die Frage: Wer bestimmt und wer gehorcht?“, spricht Veronika Hauer über ihre Vorstellungen zu einem steirischen Corona-Denkmal. Die Künstlerin ist vor fünf Jahren von Wien nach Graz gezogen und beschäftigt sich hauptsächlich mit Performancekunst und Zeichnungen.

Zentrale Botschaft muss Coronazeit überdauern
"Dieses Kunstwerk im öffentlichen Raum muss Gültigkeit über die aktuelle Zeit hinaus haben und seine Botschaft auch noch in zehn Jahren klar vermitteln können“, sagt Hauer, die in ihrem Atelier in Graz an einer Einreichung zum Wettbewerb arbeitet.

Die Idee der „Steirerkrone“ für ein Corona-Kunstwerk in Graz und den weiß-grünen Regionen hat dank der Unterstützung durch das Land wieder frischen Wind in die durch die Krise schwer getroffene heimische Kunstlandschaft gebracht. Kulturlandesrat Christopher Drexler hofft auf zahlreiche Einreichungen bis zum 19. Juni: „Wir befinden uns auf dem Weg zum Comeback Österreichs. Das Denkmal soll die Erinnerung an diese einschneidende Zeit und vor allem die Zuversicht, dass auch diese Krise letztlich überwunden wird, in der Steiermark manifestieren.“

Ein Kunstschaffender, der ebenfalls bereits an einem Thema arbeitet, ist Manfred Erjautz: „Die Aufgabenstellung ist eine komplexe Angelegenheit!“ Der Grazer ist seit 30 Jahren freischaffender Bildhauer und bekannt für seine Kunst im öffentlichen Raum: So überlebt sein Schneemann im Hof des Grazer Priesterseminars jeden Frühling aufs Neue bzw. zieht sein „Lampenbündel“ die Blicke der Besucher des Tummelplatzes auf sich.

Franz Konrad hat erst im heurigen Jänner - kurz vor dem großen Shutdown - eine kreative Kunstinstallation zum Klimawandel in der Grazer Andrä-Kirche vollendet - „auch bei diesem Projekt will ich mitmachen, wenn ich eine Idee habe, die mich selbst überzeugt“, sagt der Künstler, der ein Atelier in Graz betreibt.

Vorschläge können bis Freitag, 19. Juni 2020, 11 Uhr beim Institut für Kunst im öffentlichen Raum eingereicht werden. Alle Details zur Ausschreibung gibt es unter www.kioer.at

Jörg Schwaiger
Jörg Schwaiger
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