02.05.2020 12:53 |

Corona-Regelungen

Veranstalter fordern endlich Klarheit ein

Im Bundesland Salzburg gibt es 453 aktive Veranstaltungsbetriebe. Sollte das Verbot von Großveranstaltungen anhalten, fürchten viele das Aus. Sie fordern eine klare Ansage seitens der Politik: Was ist möglich? Das brächte Planungssicherheit. Wie es scheint, müssen sie auf diese länger warten als ursprünglich gedacht.

„Wir haben das Electric Love Festival zehn Tage vor dem Veranstaltungsverbot abgesagt. Es war absehbar. Aber wir haben keine klaren Ansagen von den Behörden bekommen und mussten handeln“, sagt Tim Moser von Revolution Event in Hallein. Er ist auch Mitbetreiber zweier Event-Dienstleistungsfirmen. Dort liegt der Umsatzverlust bei 90 Prozent. Auf klare Ansagen wartet die Event-Branche noch immer. Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek hatte angedeutet, dass die Regierung am 15. Mai Neues verkündet. Danach sieht es nicht aus. „Es ist unwahrscheinlich, dass Großveranstaltungen Mitte Mai auf dem Plan stehen“, hieß es aus ihrem Büro. Derzeit sind sie bis 31. August verboten. Wie sie definiert werden, bleibt weiterhin unklar.

Die Sparte ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich. Laut einer Studie des Instituts für Höhere Studien machen die Eventagenturen einen Gesamtumsatz von 3,8 Milliarden Euro im Jahr. Ganz bitter wäre es, wenn sich Einschätzungen zahlreicher Experten bewahrheiten: So könnte es bis zur Verbreitung eines Impfstoffes 22 Monate dauern.

„Nicht viele Agenturen würden so lange überleben. Wir brauchen jetzt klare Ansagen von der Politik“, so Branchensprecher Martin Kaswurm von der Salzburger Agentur Chaka2 .

Das Büro Haslauer meint dazu: „Wir sprechen auch über das 22-Monate-Szenario. Das müsste aber nicht heißen, dass in diesem Zeitraum überhaupt keine Großveranstaltungen stattfinden.“ Man müsse weiter abwarten, was möglich ist.

Christoph Laible
Christoph Laible
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