„Märzengrund“

Leben eines „Unbequemen“ bald auf der Leinwand

Tirol
26.04.2020 14:00

Es scheint nicht nur gegenseitige Sympathie zu sein, die Autor Felix Mitterer und den jungen Filmregisseur Adrian Goiginger miteinander verbindet. Ihr gemeinsames Großprojekt, das Theaterstück „Märzengrund“ von Mitterer, wird, falls es die Corona-Maßnahmen zulassen, ab kommenden August in Tirol verfilmt.

„Die Sommertheater im ganzen Land, bei denen Stücke von mir am Programm standen, mussten ja abgesagt oder verschoben werden“, teilt Felix Mitterer im Telefongespräch mit der „Tiroler Krone“ mit. Der bekannte und beliebte Tiroler Dramatiker ist besorgt über die Corona-Krise, aber nicht todunglücklich mit dem, was sie ihm an Unvorhersehbarem brachte. Und begründet dies folgendermaßen: „Im Mai erscheint mein erster Roman und wenn es die Corona-Maßnahmen letztlich zulassen, wird ab August mein Theaterstück Märzengrund verfilmt.“

Regisseur mit schwieriger Vergangenheit
Hierfür konnte als Regisseur der österreichische Filmemacher Adrian Goiginger verpflichtet werden. Goiginger, Jahrgang 1991, wuchs im Drogenmilieu am Rande der Stadt Salzburg auf. Es gelang ihm mit schier unglaublicher Kraft und der Unterstützung seiner damals noch süchtigen Mutter, dieser Hölle zu entfliehen.

Adrian Goiginger bei der Verleihung des "Österreichischen Filmpreises" im Jahr 2018. (Bild: HANS PUNZ / APA / picturedesk.com)
Adrian Goiginger bei der Verleihung des "Österreichischen Filmpreises" im Jahr 2018.

Sein autobiografischer Spielfilm „Die beste aller Welten“ wurde 2017 präsentiert und gewann sogleich mehrere renommierte Filmpreise. Für Mitterer stellt die Wahl des jungen Filmemachers einen Glücksfall dar: „Die wahre Geschichte des Zillertaler Bauernsohnes Elias, der sich den Erwartungen seines Umfeldes radikal entzieht, ruft genau nach so einem Filmregisseur, wie eben Adrian Goiginger einer ist.“

„Finde viel Elias in mir“
Adrian Goiginger dazu am Telefon: „Ich finde viel von Elias in mir. Sei es die Verbundenheit mit der Natur und auch gleichzeitig dieser Frust mit Auswüchsen unserer Zivilisation wie die Gier und dem dazugehörenden Egoismus.“ Gedreht wird rein in Tirol. „Ob die Originalschauplätze zum Zug kommen, ist derzeit noch nicht klar“, merkt Goiginger hierzu an.

Bekannte Besetzung
Bekannte Namen stehen auf der Besetzungsliste der internationalen Produktion. So kann man Verena Altenberger, Gerti Drassl, Johannes Krisch und Harald Windisch in einem Heimatfilm der etwas anderen Art und Weise in Bälde auf der Leinwand sehen.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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