21.04.2020 15:09 |

Kultur

Vielfältige Pläne trotz ernüchternder Bilanz

Das Schauspielhaus Salzburg möchte im Herbst den „verlorenen“ Frühling nachholen. Der Spielplan 2020/21 beginnt mit vier Premieren, die eigentlich schon im April und Mai geplant waren und der Coronakrise zum Opfer gefallen sind. Das Toihaus ist indes nach Abbruch der Saison auf der Suche nach Zielen und Visionen für die kommende Spielzeit, die unter dem Motto „Heilung“ über die Bühne gehen soll.

Die Schauspielhaus-Bilanz für die abrupt beendete Saison 2019/20 liest sich ernüchternd: Statt des erhofften Besucherrekords, der jenseits der 44.000 liegt, musste am 13. März mit 30.000 Besuchern der Schlussstrich gezogen werden. Einem Haus, das von hoher Eigenwirtschaftlichkeit lebt, tut das besonders weh: Die Absagen der teils ausgebuchten oder sehr gut gebuchten Aufführungen hätten ein Loch von rund einer halben Million Euro aufgerissen, das aus eigener Kraft nicht gestopft werden könne, so das Schauspielhaus.

Vier für dieses Frühjahr angesetzte Stücke möchte das größte freie Theater Österreichs seinem Publikum nicht vorenthalten: „Lamm Gottes“ von Michael Köhlmeier, F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby“, die Erfolgskomödie „Die Niere“ des österreichischen Autors Stefan Vögel und „In 80 Tagen um die Welt“ nach Jules Vernes, das als Jugendstück inszeniert wird, werden in der kommenden Saison nachgetragen. Dazu kommen mit „Das Floß der Medusa“ von Franzobel ab 13. Februar 2021, „Die Laborantin“ der jungen Autorin Ella Road und „Das Haus“ von Komödienautor Brian Parks. Dazu gesellen sich heimische Programme und Klassiker wie Agatha Christies „Die Mausefalle“ oder „Der Richter und sein Henker“ von Dürrenmatt.

Toihaus: Fahrplan steht, Symposium abgesagt
Die Uraufführung der dramatisierten Fassung des Romans „Die guten Tage“von Marko Dinić in der Regie von Felicitas Biller hätte bereits Ende April Premiere gehabt. Sie wird notgedrungen auf die neue Spielzeit verschoben. Gleichfalls betrüblich: „Performance Fiction“, das für Juni geplante Symposium mit namhaften Referenten zum Thema „Was kann Kunst für die Zukunft tun?“ fällt ins Wasser. Das Thema für die neue Saison lautet „Heilung“, um am Puls der Zeit zu bleiben. Die Premiere des ursprünglich für vergangenen März geplanten Kinderstücks „Tempo Tempi“ sowie das BIM BAM Festival für Klein(st)kinder stehen dabei auf dem Programm.

Walter Hofbauer
Walter Hofbauer
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