17.04.2020 09:00 |

Rotes Kreuz

Corona-Schutzausrüstung „made in Tirol“

Die Beschaffung von geeigneter Schutzausrüstung für die Mitarbeiter im Rettungsdienst ist eine der dringlichsten Aufgaben, den der Einsatzstab des Roten Kreuzes Tirol in Zeiten wie diesen zu lösen hat. „Doch Not macht bekanntlich erfinderisch - und so kam es zu einer soliden Tiroler Lösung, die auch den notwendigen Schutz gewährleistet. Zusammen mit waschbaren Mund-Nasen-Masken kommt ein Visier zum Einsatz, das in der Herstellung kostengünstig und vor allem regional zu beziehen ist“, heißt es.

„Visier und Maske bieten aktuell einen guten Schutz vor einer Tröpfcheninfektion und vermindern das Risiko einer Übertragung des Virus in hohem Maße“, betont der Chefarzt des Roten Kreuzes Tirol, Notarzt Thomas Fluckinger. Über die Mund-Nasen-Maske, die das Gegenüber schützt, kommt als zweite mechanische Barriere eine Plexiglasscheibe zum Einsatz, die wie ein Helm getragen werden kann. Dies schütze nun beide - Patienten und Sanitäter - vor einer Ansteckung. „Uns ist bewusst, dass in speziellen Situationen, wie sie beim Atemwegsmanagement im Notarztwesen auftreten können, aufgrund des sehr hohen Risikos einer Übertragung auch ein anderer Maskentyp zum Einsatz kommen muss, der derzeit jedoch nur in einem geringen Ausmaß zur Verfügung steht“, so Fluckinger. 

Regional entwickelt
„Uns war wichtig, dass wir vom Weltmarkt unabhängig sind und die Produkte in der Region hergestellt werden“, erklärt Fabian Bundschuh, der für die Materialbeschaffung im Rettungsdienst Tirol zuständig ist. „Wir haben von mehreren lokalen Händlern und gleichzeitig von verschiedenen Institutionen in Eigenregie entwickelte Visiere bezogen, die teils im 3D-Drucker aber auch mit diversen handelsüblichen Materialien gefertigt wurden. Hier haben sich in ganz Tirol - von Schulen, über Studenten und Werkstätten - kreative Ideen entwickelt, um Tirol mit Schutzausrüstung versorgen zu können.“

Sukzessive Bestückung des Rettungsdienstes
„Mittlerweile sind alle in Tirol im Dienst stehenden Notarzteinsatzfahrzeuge bereits mit den Visieren ausgestattet. Derzeit folgen alle Rettungswagen und dann die Krankentransportfahrzeuge, sodass wir in den nächsten beiden Wochen unserem Personal einen brauchbaren Schutz anbieten können, ohne auf den unsicheren Weltmarkt Rücksicht nehmen zu müssen. Das Visier ist mehrfach verwendbar, desinfizierbar und stabil“, erklärt Bundschuh und ergänzt: „Natürlich wird für einige Patienten das neue Outfit der Sanitäter ungewöhnlich sein. Wir sind aber optimistisch, dass die Bevölkerung auch diese Neuerung wohlwollend aufnimmt, dient sie doch zum Schutz von uns allen.“

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