Scheidungsfamilien

Wer kriegt jetzt die Kinder zu Ostern?

Salzburg
12.04.2020 12:05
Porträt von Christoph Laible
Von Christoph Laible

Auch zum Osterfest gilt: keine Besuche. Das stellt besonders Patchwork- und Scheidungsfamilien vor große Probleme.

„Die aktuelle Ostersituation ist ein neuer Streitpunkt für diese Familien“, sagt Vanessa Wagner, Familienberaterin aus Thalgau. Angst nehme in diesen Zeiten großen Raum ein. „Viele wollen wissen, was der Ex-Partner mit den Kindern unternimmt.“ Dabei bleibt es nicht immer. „Es gibt Fälle, in denen Elternteile die Corona-Krise nutzen, um Macht auf den Ex-Partner auszuüben. Sie verwehren zum Beispiel das Besuchsrecht und schieben Corona als Grund vor.“ Gerade zum Osterfest verschärfe sich das Streitpotenzial: Bei wem feiern die Kinder?

Keine Statistik zeigt, wie viele Kinder in Salzburg in einer Patchwork-Familie aufwachsen. Das Land erfasst nur jene, die in Ein-Eltern-Haushalten leben. Die aktuellsten Zahlen sind von 2017: 11.065 Kinder bei der Mama. 1086 Kinder bei ihrem Papa. Zwei davon sind die Buben von Chris. Der Salzburger möchte anonym bleiben, hat Angst vor Ärger mit der Verflossenen. Den gibt es ohnehin schon. „Sie hat derzeit das alleinige Sorgerecht. Habe ich die Kinder, fragt sie ständig auf Whatsapp, wo ich bin und ob ich die Buben nicht gefährde“, erzählt er. Ein gemeinsames Osterfest sei aber sowieso kein Thema. „Das möchte sie grundsätzlich nicht.“

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