Die Straßen sind vielerorts wie leergefegt, beim Spazierengehen begegnet einem nur vereinzelt ein Mitbürger - und wenn, dann ist er oft vermummt. Diese ohnehin angespannte Situation nutzen nun auch vermehrt rücksichtslose Umweltsünder aus.
Keine Frage, wer jetzt ohne Möglich auf Home Office zuhause sitzt, hat viel Zeit, um einmal Kasten, Keller oder Garage auszumisten. Die Abfallentsorger arbeiten daher im ganzen Land weiter auf Hochtouren. Gerade in Städten sind die Müllinseln bei Wohnhausanlagen überfüllt. Besonders in St. Pölten ist die Lage sehr auffällig. „Leider wird auch immer mehr Hausrat und Sperrmüll einfach in der Natur entsorgt“, heißt es dazu vom Magistrat. In Gablitz im Wienerwald dürfte ein Hausbesitzer nun sein Abwasser einfach in den örtlichen Bach geleitet haben - eine Spaziergängerin hatte das milchige Wasser entdeckt und sofort den Bürgermeister alarmiert.
Dieser verspricht Aufklärung: „Es gibt zwar unzählige Rohre, die in unseren Bach führen. Aber in den meisten Fällen führen die nur Regenwasser von Straßen und Gassen“, teilt Michael Cech mit. Daher würden auch nur wenige Leitungen infrage kommen, die beim Kaiserdenkmal und dem Leitensteg in den Bach münden, heißt es. Die betroffenen Häuser werden natürlich jetzt von den Behörden kontrolliert. Es drohen empfindliche Strafen.
Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung









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