25.03.2020 09:45 |

Ausgangsbeschränkungen

Corona: 180 Anzeigen gegen Unbelehrbare in Graz

In der Stadt Graz sind seit dem Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverbote wegen des Coronavirus 180 Personen angezeigt worden. Sie hatten sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen und die vorgeschriebenen Mindestabstände gehalten. Außerdem trafen die Polizisten in einigen Fällen auf Personen mit nicht-gemeinsamem Wohnsitz und auf widerrechtlich geöffnete Geschäfte.

Wie die Stadt Graz am Mittwoch informierte, halte sich der Großteil der Bevölkerung an die Vorgaben der Bundesregierung. Die Besucherfrequenz in der Grazer Innenstadt sei um 85 Prozent zurückgegangen, das zeige die jüngste Auswertung der Handydaten. Am Montag, 9. März, waren noch rund 26.100 Personen in der Grazer Innenstadt unterwegs, am Montag, 16. März, fiel die Zahl auf 6.250 und am 23. März wurden nur noch 4.090 Personen erfasst. „Es freut mich sehr und stimmt uns alle positiv, dass eine große Mehrheit der Grazerinnen und Grazer diese Beschränkungen akzeptieren und sich daran halten“, sagte der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP).

Harte Strafen für Unbelehrbare
„Diese Zahlen geben uns Hoffnung, dass sich die nach wie vor steigenden Infektionszahlen eindämmen lassen. Leider gibt es auch Unbelehrbare, diese werden hart gestraft. Denn sie gefährden mit ihrem Verhalten die Gesundheit derjenigen, die derzeit das medizinische System und die Versorgung am Laufen halten“, so Nagl weiter. Die eingelangten Anzeigen würden im Strafreferat der Stadt Graz mit hoher Priorität behandelt. Personen, die die Verbote nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz missachten, müssten mit einer Strafe von 600 Euro rechnen.

Warnung für andere
Die Strafbescheide sollen rasch abgewickelt werden, damit sie eine Warnung für andere Personen darstellen. Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) appellierte vor allem an die jungen Menschen: „Nehmen Sie die Gefahr nicht auf die leichte Schulter, sondern halten Sie sich an die Beschränkungen. Nur so verhindern wir weitere Infektionen und können rascher wieder in unser normales Leben zurückfinden.“

Anonyme Datenerhebung
Das Grazer Citymanagement beobachte schon seit längerem die Besucherfrequenz in der Grazer Innenstadt und auf dem Schloßberg, um Rückschlüsse auf getroffene Maßnahmen ziehen zu können. Diese Bewegungsdaten würden anonym erhoben und beruhen auf den Handydaten von Mobilfunkbetreibern. Eine Rückverfolgung auf einzelne Personen sei vollkommen ausgeschlossen, da die Mindestzahl der erfassten Personen bei 20 liege.

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