23.03.2020 19:00 |

Arbeiten von Zuhause

Von heute auf morgen ab ins Homeoffice

Seit knapp einer Woche arbeiten viele Tiroler von zu Hause aus. Die „Krone“ hat bei einigen Betrieben nachgefragt, wie es läuft. Nur zum Teil gab es Probleme.

Kleinere Probleme hatten Betriebe, bei denen das Homeoffice nicht zum täglichen Geschäft gehört. So etwa bei der Plansee SE, einem Unternehmen aus der Metallbranche. „Zu Beginn hatten wir vereinzelt Störungen. Es gab Schwankungen bei der Verbindunsstabilität. Mittlerweile funktioniert es aber sehr gut“, heißt es aus dem Vorstand. Einschränkungen bei der Produktion mussten bisher nicht vorgenommen werden. Jedoch gab es Umstellungen zum Schutz der Belegschaft. „Die Mitarbeiter holen unter Sicherheitsabstand ihr Essen aus der Kantine. Den Werksverkehr haben wir eingestellt. Die Schichten wurden zeitlich entflochten, damit sich Mitarbeiter beim Wechsel nicht begegnen.“

Teil der Unternehmenskultur
Wo Homeoffice schon länger praktiziert wird, war die Umstellung leichter. „Alle kommen gut damit zurecht. Wir sind das seit Jahren gewohnt, da es Teil der Unternehmenskultur ist“, teilt man beim Gasmotoren-Hersteller Innio Jenbacher mit. In der Produktion gehe es normal weiter. Auch hier unter strenger Einhaltung der Schutzmaßnahmen.

Ungewohntes Ausmaß
Bei der Fritz Egger GmbH, einem Unternehmen für Möbel- und Innenausbau, ist Homeoffice auch nicht neu. Nur das Ausmaß ist ungewohnt, wird betont. „Homeoffice gab es schon vorher, aber nie in dieser Größenordnung. Mittlerweile konnten wir die Systeme gut einrichten. Den Mitarbeitern haben wir Tipps und Tricks gegeben und sie angewiesen, in Zweifelsfällen lieber öfter zu telefonieren.“ Die Produktion läuft auch hier derzeit normal weiter.

Software von der Firma aus einrichten
Weniger gut gestimmt ist die Geschäftsführung bei der Würth-Hochenburger GmbH, einem Spezialisten für Baustoffe. Das Homeoffice würde zwar gut funktionieren. „Die Mitarbeiter in der Verwaltung und im ,B2B-Bereich’ kommen sehr gut damit zurecht. Wenn ein Mitarbeiter einen PC und Internetzugang zu Hause hat, können wir von der Firma aus die Software einrichten.“ Da das Unternehmen nicht nur Großkunden beliefert, sondern auch Baumärkte betreibt, blickt man aber mit Sorge in die Zukunft, denn „da gibt es kein Homeoffice. Die sind geschlossen. Viele Mitarbeiter mussten daher frühzeitig in den Urlaub geschickt werden.“

Betrieb auf Minimum reduziert
Bei der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Neue Heimat Tirol informiert der Anrufbeantworter, dass der Betrieb auf ein Minimum reduziert wurde und diese Maßnahme bis 12. April gilt. Es bleibt zu hoffen, dass diese Regelung nicht verlängert werden muss.

Manuel Schwaiger
Manuel Schwaiger
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