11.03.2020 17:30 |

Prozess in Innsbruck

Lahme Mutterkuh auf Alm: Freispruch für Landwirt

Eine Mutterkuh mit verletztem Bein, daneben ihr totes Kalb – dieser Anblick war für zwei Wanderinnen auf einer Alm im Bezirk Reutte herzzerreißend. Dem Bauer wurde vorgeworfen, sich nicht gekümmert zu haben. Beim Prozess wurde aber klar: keine Tierquälerei!

Die Wanderinnen gaben der Mutterkuh aus einem Kübel mehrmals Wasser. „Erst dann ist sie aufgestanden, sie muss großen Durst gehabt haben“, mutmaßte eine der Frauen als Zeugin. Tatsächlich hatten sich der Bauer und seine Hirten um die lahme Kuh gekümmert und gehofft, sie könne bald selbst wieder gehen. Der Abtransport in dem abgelegenen Almgebiet klappte aber erst nach drei Tagen.

„Keine Qualen“
Qualen habe das Tier aber nicht gelitten, betonte der Verteidiger. Der Richter sah es als lebensnah an, dass man sich in einem großen Almgebiet nicht 24 Stunden täglich um jedes Tier (insgesamt hat der Bauer 150) kümmern könne. Es erfolgte daher ein Freispruch für den 54-Jährigen.

Andreas Moser
Andreas Moser
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