Stadtregierung sicher

Neue Flüchtlingswelle für Graz nicht zu stemmen

Steiermark
10.03.2020 06:00

Die Murmetropole will die Stadtgrenze dicht machen! Die schwarz-blaue Rathauskoalition stellt klar, dass ein neuerlicher Flüchtlingsansturm wie 2015 das städtische System schlichtweg überfordern würde. Außerdem fordern Volkspartei und Freiheitliche einmal mehr eine „gerechtere Verteilung“ der Asylwerber.

Exakt 2388 Asylwerber befinden sich aktuell in der Steiermark - 771 davon sind in der Landeshauptstadt untergebracht. Zu viel für Schwarz-Blau: „Das ist rund ein Drittel - in Graz lebt aber nur ein Viertel der Gesamtbevölkerung“, rechnet Sozial- und Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) vor. Soll heißen: Das Verhältnis stimmt nicht. Und er sagt dazu: „Die damit verbundenen Herausforderungen sehen wir heute laufend im Sozialbereich, aber auch in Kindergärten und Schulen.“

Faire Verteilung
Deshalb blickt man mit Sorge auf die aktuellen Entwicklungen an der türkisch-griechischen Grenze. „Die zuständige Landesrätin Doris Kampus (SPÖ) muss im Fall der Fälle eine faire Verteilung auf alle Bezirke sicherstellen. Es darf nicht passieren, dass wieder der Ballungsraum Graz überbordend in die Ziehung genommen wird“, fährt Hohensinner fort - ein „zweites 2015“ würde demnach die städtischen Systeme im Sozial- und Bildungsbereich schlichtweg überfordern.

„Keine weiteren Asylwerber“
Noch deutlicher wird die FPÖ: „Wir fordern Landesrätin Kampus auf, den Schutzmantel über die Steiermark und insbesondere Graz auszubreiten und keine weiteren Asylwerber mehr aufzunehmen“, stellt Klubobmann Armin Sippel unmissverständlich klar.

Unisono nimmt man die Landesregierung in die Pflicht, in Abstimmung mit dem Bund, einen effektiven Grenzschutz sicherzustellen, um illegale Grenzübertritte auszuschließen.

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