Rektor Hendrik Lehnert

„Großer Aufholbedarf bei zeitgemäßen Studien“

Salzburg
05.03.2020 09:01
Sein erstes Semester als Rektor hat Professor Hendrik Lehnert hinter sich. Für seine kommenden hat er sich viel vorgenommen: Er will die geschichtsträchtige Paris-Lodron-Universität Salzburg in die moderne Zeit hieven und für Studenten attraktiver machen. Schon bis Jahresende sollen erste Ergebnisse erkennbar sein.

Herr Dr. Lehnert, wir zufrieden sind Sie mit dem Semesterstart diese Woche?

Die Einschreibungsfrist läuft bis Ende März, insofern kann man noch nicht sagen, wie viele Studienanfänger es sein werden. Wir schätzen, dass zu den 1000 noch 500 dazukommen.

Insgesamt sinkt die Zahl, wie bei vielen Unis. Wie kann man dem entgegenwirken?

Wir sind wie alle Unis besorgt, aber nicht in Panik. Mit 63 Prozent der prüfungsaktiven Studenten liegen wir über dem Bundesschnitt, das ist gut. Aber das Problem ist sehr komplex. Wir wollen die Prüfungsaktivität insgesamt erhöhen, indem wir das Studium besser bewältigbar machen. Dazu haben wir einen langen Maßnahmenkatalog entwickelt, darunter etwa bessere Betreuung. Wir überlegen auch ein duales Studium einzuführen.

Bei Ihrem Antritt im Oktober sagten Sie, Sie wollen einiges ändern. Wo gibt es Aufholbedarf?

Sehr großen Aufholbedarf gibt es bei zeitgemäßen Studiengängen. Wir wollen etwa auch Digitalisierung, künstliche Intelligenz oder Gesundheitsthemen abdecken. Da wird es eine Überarbeitung geben, um zeitgerechter zu werden und die bestehenden Stärken an der Uni auf den aktuellsten Stand zu bekommen. Gerade entwickeln wir auch Modelle, um Leistung in Wissenschaft, Lehre und gute Ideen besser zu belohnen. Wir müssen auch viel internationaler werden und dafür Kooperationen mit anderen Hochschulen starten. Unterstützung gibt es nicht nach nach dem Gießkannenprinzip, sondern für Leistung. Bis Jahresende soll das alles in den Grundzügen stehen.

Die ÖH bemängelt, Salzburg sei keine Studentenstadt. Kann man das ändern?

Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet und sind mit der ÖH und der Stadt dabei, Verbesserungen zu erarbeiten. Gerade beim Wohnen und den Öffis gibt es Potenzial.

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