17.02.2020 18:45 |

Plus bei Einsätzen

Steirische Bergrettung muss immer öfter ausrücken

Der Berg ruft! Immer wieder kommt es dabei allerdings zu gefährlichen Situationen. Allein in der letzten Woche mussten Bergretter im Ausseerland viermal ausrücken. Schuld sind oft schlechte Vorbereitung und das Überschätzen der eigenen Fähigkeiten. Gerade in unwegsamem Gelände ist die Rettung eine Kunst für sich.

Drei Schneeschuhwanderer kamen am Sonntag vom Weg ab, als sie vom Loser absteigen wollten. In der Dunkelheit fanden sie nicht mehr zurück und setzten einen Notruf ab. Acht Bergretter rückten aus und konnten die Wanderer, die unverletzt blieben, aus ihrer misslichen Lage befreien.

Heuer schon 677 Einsätze
Einsätze wie dieser sind für die steirische Bergrettung keine Seltenheit. Sowohl am Berg, aber noch viel öfter auf den Pisten kommt es zu Notfällen. Obwohl das neue Jahr noch jung ist, gab es laut Bergrettung heuer bereits 677 Einsätze in der Steiermark (davon 628 auf Pisten und 49 im alpinen Gelände). 651 Menschen wurden verletzt, und eine Person kam ums Leben. Da die Bergrettung jedoch nicht in allen Skigebieten aktiv ist, sind die tatsächlichen Zahlen sogar noch höher.

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Um Unfälle zu vermeiden, sollte man sich an gewisse Regeln halten. Man muss fit sein, auf das Wetter achten und Touren planen.

Markus Raich, Landesalpinreferent

Der für das Ausseerland zuständige Landesalpinreferent und Bergretter Markus Raich etwa erzählt, dass sich die Zahl der Einsätze in der Region massiv erhöht habe: ,,2019 war das einsatzreichste Jahr seit der Gründung der Bergrettung im Ausseerland. Wir hatten 68 Alpineinsätze, normalerweise sind es maximal 15.„

Falsche Planung und Selbstüberschätzung
Die Ursachen für Notfälle sind vielfältig: ,,Man kann ausrutschen oder umknicken. Oft passieren Unfälle aber auch durch falsche Planung und Selbstüberschätzung.„ Auch Alkohol ist ein Problem: “Wir haben im Jahr vier bis fünf Einsätze, die nicht sein müssten, wenn die Betroffenen nicht rauschig gewesen wären."

Um Unglücke zu verhindern, sei es wichtig, sich vorschriftsgemäß zu verhalten. „Im Straßenverkehr muss man sich auch an Regeln halten. Das ist im alpinen Raum das Gleiche.“

Julian Strassegger, Kronen Zeitung

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