13.02.2020 05:53 |

Familienbetrieb

Lungauer Wollfabrik punktet mit Regionalität

Handgemacht und naturverbunden – damit kann sich der Familienbetrieb Huber Wolle in Mariapfarr schon seit 70 Jahren am Markt behaupten. Und erlebt einen Aufschwung: „Die Leute setzen wieder mehr auf Regionalität“, erzählt Geschäftsführer Franz Huber. Er verarbeitet heimische Wolle bis zum fertigen Walkjanker.

„Mein Vater hat den Betrieb 1949 in Bruckdorf gegründet. Er hat damals angefangen, Wolle selbst zu verarbeiten und zu stricken.“ 2011 hat Franz Huber das Geschäft seiner Eltern samt Spinnerei übernommen. Mittlerweile verarbeitet er nur noch Wolle von Schafen aus Österreich. Das tun im ganzen Land nur noch sieben Betriebe.

Regionale Wolle von Hand verarbeitet
„Wir bekommen die Wolle von Schafen aus der Region – auch aus dem Lungau. Viele Schäfer bringen auch ihre eigene Wolle zu uns, damit wir für sie daraus etwas Schönes stricken“, erzählt Huber. Er verspinnt die Wolle und macht daraus einen Zwirn. Das fertige Strickgarn wird per Hand mit großen Strickmaschinen zu einzelnen Teilen gestrickt. Danach werden sie vernäht – das ist noch reine Handarbeit! „Wir benutzen zwar Maschinen zum Spinnen der Wolle. Die sind überwiegend aus den Dreißiger- bis Fünfziger-Jahren. Aber beim Stricken führen wir den Schlitten noch mit der Hand“, sagt Huber.

Trend geht wieder zurück zum Natürlichen
Ein ganz schöner Aufwand, der heute immer mehr geschätzt wird, verrät der Eigentümer: „Der Trend geht ganz klar in Richtung Regionalität. Die Leute wollen ein natürliches Produkt, das nicht um die halbe Welt transportiert werden muss.“ Zudem schneidert die Familie Huber auf Wunsch auch nach Maß. Das Angebot reicht von Pantoffeln, über Handschuhe bis hin zum traditionellen Salzburger Walkjanker.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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