11.02.2020 07:30 |

Auch heute windig

Die Salzburger halten dem Sturm „Sabine“ stand

Die erste Sturmwelle zog am Montag über Salzburg hinweg. Die Feuerwehr meldete zehn Einsätze mit 109 Mann. Insgesamt fielen die Schäden vergleichsweise gering aus: Ein Baum stürzte auf die Lokalbahngleise in Bürmoos, Gegenstände flogen durch die Luft, Flüge wurden gecancelt. Auch heute werden Windgeschwindigkeiten um 80 km/h erwartet.

Innerhalb weniger Stunden verwandelte sich der blitzblaue Himmel über Salzburg am Montag in eine dunkle Regenmauer. Um 11 Uhr traf Sturmtief „Sabine“ auf den Flach- und Tennengau. „Wir hatten zehn Einsätze im gesamten Bundesland, 109 Mann waren im Einsatz“, so Stefan Grall vom Landesfeuerwehrverband. Hotspot waren Lamprechtshausen, Bürmoos und Straßwalchen: „In den Nachbargemeinden wurden einige Bäume entwurzelt und ein Bauzaun kippte auf die Landesstraße. Dort war der Verkehr für kurze Zeit blockiert“, berichtete Stefan Plattner, Oberbrandinspektor in Bürmoos. Im Großen und Ganzen habe Salzburg aber Glück gehabt. „Das Tief hat uns nur am Rande gestreift. Im Gegensatz zu Bayern und Oberösterreich sind wir wirklich glimpflich davongekommen“, meint Markus Kurcz, Leiter des Katastrophenschutzes.

Flugausfälle meldete der Salzburg Airport, im Fernreiseverkehr gab es auch bei der Bahn Ausfälle. Kurzfristig gesperrt wurde die Lokalbahn zwischen Bürmoos und Ostermiething. Ein Baum war auf eine Oberleitung gestürzt. „Jetzt fährt alles wieder ganz regulär“, hieß es gegen 15.30 Uhr bei der Salzburg AG.

Ins Gebirge kam Sabine abgeschwächt
Ein klarer, täuschend windstiller Wintertag kündigte sich in der Früh auch in den Gebirgsgauen an: In den Skigebieten herrschte Semester-Ferienbetrieb. Skifahrer ließen sich von ihren Winterfreuden auch nicht abhalten. Der Areit-Parkplatz bei der Schmittenhöhebahn in Zell war in den Vormittagsstunden voll. Die Berge schützten die Tallagen, kräftigere Böen kamen nur in Höhenlagen auf.

„Der Sturm letzte Woche war ein größeres Problem“, informiert Erich Egger von der Schmittenhöhebahn, dass kurzfristig nur einige Lifte gesperrt werden mussten. Zu bleibt die Verbindung nach Saalbach, weil auch heute, Dienstag, noch Sturm angekündigt ist.

Ähnlich ist die Situation im Pongau: „Unsere Mitarbeiter kennen den Berg und reagieren professionell“, spricht Wolfgang Hettegger für die „Snow Space Salzburg“ in Eben, Flachau, Wagrain und St. Johann. Problematisch sei nur Wind, der von der Seite kommt und Gondeln ins Schwanken bringen kann. Rund 28.000 Skifahrer waren in dem Gebiet trotz Sturmwarnung unterwegs.

S. Angerer/S. Salzmann

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