08.02.2020 10:00 |

endlich skifliegen

Der Kulm lässt das Herz der Region laut schlagen

Comeback! Nach zwei Jahren Pause kehrt der Skiflug-Weltcup von 14. bis 16. Februar in die Steiermark auf den Kulm in Bad Mitterndorf zurück. Beim Neustart des Events packen alle im Ort mit an - besonders die junge Generation soll den Mythos entlang der steirischen Monsterschanze zu spüren bekommen. Die „Steirerkrone“ machte einen Lokalaugenschein.

Man spürt’s förmlich: Am Kulm herrscht wieder Leben! Beim Lokalaugenschein der „Krone“ bei der riesigen Naturflugschanze in Bad Mitterndorf wird gehackelt bis zum Umfallen. Trotzdem begegnen einem durchwegs gut gelaunte Leute. Wie Stand-Betreiber Wolfgang Peer, der probeweise schon am Gelände ausschenkt. Seit 35 Jahren steht das Urgestein am Kulm. „Diese Stimmung muss man einfach live erleben. Bei uns in der Gegend weiß man: Wenn Kulm ist, dann ist ,Vollhaus‘!“

Hoch oben beim Anlauf blickt Schanzenchef Lambert Grill runter ins Gelände. Auch er ist froh, dass nach zwei Jahren Pause wieder ein Fliegen stattfindet. Die Lawinenschäden, die die Anlage im April 2019 in Mitleidenschaft gezogen und Kosten von über 200.000 Euro verursacht haben, sind nicht mehr zu sehen. „Wir könnten schon springen“, urteilt Grill, der Teil der 600 Menschen starken Abordnung sein wird, die sich am Kulm rund um die Uhr um den reibungslosen Ablauf kümmert.

Den Zusammenhalt in der Region hebt Neo-OK-Chef Christoph Prüller hervor. „Die Menschen hier stehen hinter dem Kulm. Als ersten Schritt wollen wir es bei der Veranstaltung schaffen, dass jeder in der Region am Ende sagt, dass das wieder ,sein Kulm‘ ist“, so der frühere Geschwindigkeits-Junkie, der im Speedski-Weltcup mit über 200 km/h auf den Brettern die Abhänge runter raste. 2007 auch am Kulm. Jetzt will Prüller dort den Mythos des Fliegens aufleben lassen. „Es soll um die Sache, den Sport gehen. Auch der Bezug zu den Menschen ist wichtig. Bei der jungen Generation klafft ein Loch, das wollen wir stopfen. Es ist wichtig, dass die Kinder am Gelände stehen und den Skisprung-Stars zuschauen. Denn wenn’s irgendwann einmal keinen Nachwuchs, keinen Betrieb gibt, dann stirbt das hier.“

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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