Werk in Kindberg

voestalpine plant Kurzarbeit für 950 Mitarbeiter

Steiermark
07.02.2020 11:11

Im voestalpine-Tubulars-Werk im obersteirischen Kindberg will man bis zu 950 der insgesamt 1100 Mitarbeiter ab März zur Kurzarbeit anmelden. Dies teilte das Unternehmen am Freitag mit. Bereits im Sommer 2019 wurde der Vierschicht- auf einen Dreischichtbetrieb heruntergefahren. Man sei seit Juni 2018 massiv von den 25-prozentigen US-Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte betroffen.

voestalpine-Vorstand Franz Kainersdorfer, Leiter der Metal Engineering, sprach von äußerst schwierigen Rahmenbedingungen in den USA als wichtigstem Absatzmarkt. Bisher habe man durch Kostensenkungsprogramme sowie Diversifizierung des Produktportfolios entgegenwirken können. Nun zwinge die aktuelle Marktentwicklung, weitere Maßnahmen am Standort Kindberg zu ergreifen.

Im obersteirischen Kindberg droht bis zu 950 Mitarbeitern des voestalpine-Werks die Kurzarbeit. (Bild: APA/BARBARA GINDL)
Im obersteirischen Kindberg droht bis zu 950 Mitarbeitern des voestalpine-Werks die Kurzarbeit.

Globale Handelskonflikte senken den Absatz
Erst am Donnerstag gab das Unternehmen bekannt, dass die derzeit schwache Konjunktur das Ergebnis im dritten Quartal belasten würde. Konzernchef Herbert Eibensteiner sagte dazu, dass die Rückgänge im US-Geschäft aufgrund der Strafzölle auf anderen Märkten wie Russland oder Saudi-Arabien nicht zu kompensieren seien. Aufgrund der weltweiten Handelskonflikte gebe es aber auch vor allem in Europa einen Absatzrückgang zu beklagen.

Um die dritte Schicht des Unternehmens weiterführen und die Mitarbeiter langfristig halten zu können, werde man in den nächsten zwei Wochen Gespräche mit Betriebsrat, Sozialpartnern und Arbeitsmarktservice zur Vereinbarung der Möglichkeit von Kurzarbeit führen. Diese soll ab März bei maximal 950 Mitarbeitern zeitweise zur Anwendung kommen.

(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Ziel sei es, im nächsten halben Jahr flexibler sein zu können. Bereits 2016 habe eine ähnliche Kurzarbeitsregelung sehr geholfen, eine konjunkturell schwierige Phase gut zu überstehen und Arbeitsplätze abzusichern, so Kainersdorfer.

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