06.07.2010 10:00 |

Gasballon-Unfall

"Vater noch unter Schock, aber Kinder lachen wieder"

"Der Vater steht noch unter Schock, aber die Kinder können schon wieder lachen", so ein Ermittler, der nach der Gasexplosion von Möderbrugg im Bezirk Judenburg die Opfer im LKH Leoben nun zum ersten Mal befragt hat. Und: "Ihre Angaben decken sich mit unseren Erhebungen."

Wie berichtet, hatte der 38-jährige Familienvater Samstag früh in einer Werkstatt drei große Ballons mit einem Acetylengas-Sauerstoffgemisch befüllt, weil er anlässlich der Hochzeit eines Musikerkollegen zum "Bräutigamaufwecken" eingeteilt war. Die Gasballons wollte er zum Platzen bringen und so den für den Brauch nötigen Krach erzeugen.

Nachdem der 38-Jährige die Ballons im Wagen verstaut hatte, ging er wieder in die Werkstatt zurück. Nur drei bis vier Minuten später stiegen er, seine 13-jährige Tochter und sein 11-jähriger Sohn in den Volvo (Bild). "Alle drei sagen, dass es im Auto nicht nach Gas gerochen hätte. Also dürfte kein Ballon geplatzt sein", berichtete Dietmar Radauer vom Landeskriminalamt der "Krone". Deshalb vermutet der Ermittler, dass einer der Ballons lediglich undicht war. Als der Vater die Zündung einschaltete, kam es zur Explosion.

Vater und Sohn noch in Behandlung, Tochter darf heim
Vater und Sohn, die durch den Unfall (die Trümmer flogen durch die Explosion bis zu 50 Meter weit) schwere Innenohrverletzungen erlitten hatten und operiert werden mussten, werden noch etwa eine Woche im Spital bleiben. Die leicht verletzte Tochter darf aber bald nach Hause. "Der Vater und die Kinder können zweiten Geburtstag feiern", meinte ein Beamter noch am Unglückstag. Allerdings: "Da war schon auch Leichtsinn im Spiel. Acetylen ist nämlich in geschlossenen Räumen hochexplosiv."

von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Bild: Karl Schwarz

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