17.01.2020 16:40 |

Maggies Kolumne

Unser nicht würdig

Es ist einfach widerlich und gleichzeitig beschämend, dass wir Menschen im 21. Jahrhundert so etwas zulassen. Wir fliegen seit Jahrzehnten durch das Weltall, sind rund um die Uhr erreichbar, steuern unsere Waschmaschinen oder Heizungen mit dem Handy - aber unternehmen de facto nichts, um das rollende Tierleid zu stoppen.

Milliarden Rinder, Schweine, Kälber, Hühner oder Schafe werden jährlich quer über den gesamten Erdball gekarrt. Die Transportbedingungen sind oft katastrophal. Dicht an dicht gedrängt, ohne die Chance, den Durst zu stillen, weil die einzelnen Kreaturen nicht einmal an die Tränken kommen.

Laut Transport-Verordnung ist es beispielsweise zulässig, Rinder bei Temperaturen bis 35 Grad über eine Dauer von 29 Stunden zu transportieren! Versuchen Sie sich das Szenario vorzustellen! Bei sengender Hitze, ohne Abkühlung, ohne die Chance, sich hinlegen zu können - mir kommen dabei die Tränen!

Es muss endlich Schluss damit sein. Das Ziel muss sein, dass Transportwege so kurz wie möglich sein müssen und der nächste Schlachthof angefahren werden muss. Lebende Tiere dürfen nicht mehr quer durch die Welt verbracht werden, und stattdessen sollen auf Langstrecken nur noch die bereits geschlachteten Tiere transportiert werden.

Damit würde man nicht nur Tierquälerei verhindern, sondern auch zum Klimaschutz beitragen! Denn tote Tiere können natürlich noch enger und mit weniger Platzaufwand verbracht werden. Ich hoffe auf die neue Bundesregierung, dass dieses Thema aufgegriffen wird. Denn weder Konsumenten noch Landwirte wollen dieses Elend noch länger dulden.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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