11.01.2020 06:00 |

Ausschuss gefordert

Zweitwohnsitze: Schulterschluss für das Ennstal

Großes Echo auf den gestrigen„Krone“-Bericht über den drohenden „Ausverkauf“ im Ennstal. Die Sorgen der Bevölkerung sind nun scheinbar auch bei der Politik angekommen: So fordern die Freiheitlichen die Einberufung eines Unterausschusses, und auch die Grünen drängen auf die Schließung der gesetzlichen Schlupflöcher.

„Wir wollen endlich gehört werden“, hoffte Alexandra Gföller vom Bürgerforum im Telefonat mit der „Krone“ am Donnerstag. Nach dem gestrigen Bericht scheinen die Fehlentwicklungen in der Region (Zweitwohnsitze boomen, Einheimische können sich das Wohnen nicht mehr leisten) auch langsam bis in die Landeshauptstadt durchzusickern. „Die Sorgen der Initiative sind berechtigt - die steirischen Gesetze bieten einfach zu viele Schlupflöcher“, sagt Lambert Schönleitner, Landtagsabgeordneter der Grünen.

Forderung nach Schulterschluss im Land
Nun fordert man einen Schulterschluss aller im Landtag vertretenen Parteien und wird eine entsprechende Initiative noch im Jänner im Landtag einbringen. Ins selbe Horn bläst die FPÖ: „Es kann nicht sein, dass Wohnen für die lokale Bevölkerung unfinanzierbar wird - die Politik ist gefordert“, weiß der Landtagsabgeordnete Albert Royer. Die Freiheitlichen fordern die Einberufung eines Unterausschusses.

Den Regierungsparteien ÖVP und SPÖ ist das Problem bekannt - eine Lösung sei aber nur gemeinsam mit den Gemeinden machbar. Eine Möglichkeit wäre etwa eine Nachschärfung bei der Zweitwohnsitzabgabe (bisher maximal 400 Euro pro Jahr).

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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