05.01.2020 10:30 |

Ski alpin

Preisgeld für Haus: „Dann gehört der Bank weniger“

Häuslbauer Roland Leitinger hofft nach seiner Podestpremiere im Ski-Weltcup kurz vor Weihnachten auf weitere satte Preisgeldschecks. Im Jänner hat der RTL-Spezialist aber nur eine Chance in Adelboden – und da droht dem 28-Jährigen aus St. Martin/Lofer eine schlechte Nummer.

Sehr, sehr viele haben sich mit ihm gefreut: Als Roland Leitinger am 23. Dezember beim Parallel-RTL in Alta Badia als Dritter erstmals im Weltcup aufs Podest raste, machte er sich selbst das schönste Weihnachtsgeschenk. Denn immerhin lag der Vize-Weltmeistertitel im Riesentorlauf von 2017 und damit sein einziges Podium auf höchster Ebene da schon zwei Jahre und zehn Monate zurück. Dazwischen lagen Monate der Reha nach seinem (insgesamt zweiten) Kreuzbandriss im Jänner 2018.

Parallel-Rennen waren bis Alta Badia nicht die Stärke des 28-Jährigen, umso überraschender kam das Podest. Zumal er durchaus gewinnen hätte können. „Ich habe gesehen, dass ich vom Skifahren her im Kampf Mann gegen Mann um nix langsamer bin als der Rest. Grundsätzlich kommt mir das Format auch entgegen. Aber ich bin davor jedes Mal in Runde eins ausgeschieden“, rätselte der Pinzgauer zuvor oft selbst über seine Performance.

Aber der erste große Preisgeldscheck seiner Karriere (10.000 Schweizer Franken) kam nicht ungelegen: Denn mit Freundin Simone bezog er just in der Nacht nach dem ersten Podestplatz das neue Haus in St. Martin/Lofer. „Im April ist der Bagger aufgefahren. Der Einzugstermin war schon länger geplant“, verriet Roland. Wenngleich ihm das Schlafen in dieser Nacht gar nicht so leicht fiel, weil ihm einiges durch den Kopf ging.

Er würde sich als Häuslbauer nun auf weiteres gutes Preisgeld freuen. „Dann gehört der Bank weniger“, scherzte Roland. Der im Jänner aber nur eine Chance bekommt: Samstag in Adelboden. Dann geht es für die RTL-Spezialisten erst am 2. Februar in Garmisch weiter.

„Im Jänner sind eben brutal viele Slaloms“, hat sich Leitinger darauf eingestellt. Und er weiß, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen werden: „Weil ich im Spezial-RTL in Alta Badia einen Top-Ten-Platz verschenkt habe, aus den Top 30 rausgefallen bin.“ Womit er in der Schweiz mit einer Nummer um die 40 rechnet. „Aber ich weiß, dass mehr möglich ist als Plätze um die 20“, hofft Roli auf eine klare Steigerung.

Herbert Struber
Herbert Struber
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