01.01.2020 10:00 |

Pyrotechnik

Knalleffekt in Feuerwerks-Kassen blieb heuer aus

Salzburgs Pyrotechniker schaudert es beim Blick in die Kassen! Das Aus für private Feuerwerke in der Stadt und einigen Gemeinden sorgt für leere Geldladen: „Das wir weniger Umsatz machen, war klar. Aber mit einem Rückgang von 50 Prozent haben wir nicht gerechnet!“, so Reinhold Sodia.Branchensprecher Czech will klagen.

Ausgelassene Feierstimmung? Oder knallende Korken? Die sucht man bei den Pyrotechnikern dieser Tage vergeblich – das Aus für private Feuerwerke in der Stadt und einigen Gemeinden und sorgt für klamme Kassen

„Uns war klar, dass wir heuer weniger Umsatz verzeichnen werden – aber mit einem Rückgang von 50 Prozent haben wir nicht gerechnet. Wir werden uns überlegen müssen, ob Feuerwerke zeitgemäß sind“, sagt der Salzburger Jagd- und Waffenhändler Reinhold Sodia.

Nachsatz: „Selbst wenn das Verbot zur Unzeit kommt. Blitzknallkörper, also Böller oder Schweizer, sind längst verboten. Zudem ist es fraglich, wie das Verbot exekutiert werden wird“, so Sodia. Er hat reagiert: Knaller verkauft er nur mehr in der Zentrale in der Vogelweiderstraße. Wenige Kilometer weiter in Bergheim ist die Lage ähnlich: „Es ist zu früh, um abzurechnen“, sagt Verkäufer Manuel Scheibl. Zurückhaltend zeigen sich die Lungauer: „Die Rückgänge halten sich in Grenzen, wir in St. Michael sind traditionsbewusst“, sagt Pyrotechniker Heimo Aigner.

Branchensprecher Christian Czech meint: „Erst nach dem 31. Dezember kann man sagen, wie sich die Situation auf die Umsätze auswirkt.“ Fix sei aber: Der Verzicht auf Feuerwerke mancher Städte, wie Villach, setze der Branche zu – allein Czechs Firma habe heuer in Österreich 180.000 Euro an Umsatz-Einbußen erlitten.

Das Verbot der Stadt will Czech nicht auf sich sitzen lassen – er will klagen. Ihm stößt sauer auf, „dass Salzburg auch für Pyrotechnik bei Firmenfeiern oder Sportevents keine Zustimmung als Grundeigentümer mehr gibt, obwohl der Stadt dadurch nach weislich nie ein Schaden entstanden ist.“

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