Raubtiere in Gefahr

Wölfe geraten wieder ins Visier

Die Bundesräte des VP-Bauernbundes schlagen Alarm: „Die kleinstrukturierte Landwirtschaft, so wie wir sie kennen, ist in Gefahr. Mit Auftreten des Wolfes sind viele Bauern verunsichert.“ Aus diesem Grund haben die Abgeordneten nun eine Petition eingebracht, darunter befindet sich auch der Punkt „Entnahme“.

Laut Statistik sind für die heimischen Ziegen- und Schafherden die Haus- und Hofhunde zwar um ein Vielfaches gefährlicher als Wölfe, aber trotzdem werden die Raubtiere nun wieder ins Visier genommen. So soll beispielsweise eine gesetzliche Regelung geschaffen werden, um Abschüsse von Wölfen zu ermöglichen. Zudem fordern Bauernvertreter ein einheitliches Entschädigungsmodell für die Landwirtschaft. Eine entsprechende Petition wurde nun im Zuge des Dezember-Plenums im Bundesrat ausführlich debattiert.

Die Abgeordneten warnen jedenfalls weiterhin vor den möglichen Konsequenzen, falls nicht bald eine Lösung gelingt: „Bereits jetzt treiben zahlreiche Betriebe ihre Tiere nicht mehr auf die Almen auf, da sie keine Handhabe gegen die Wolfsrisse haben. Durch die mögliche Nicht-Bewirtschaftung der Almen ist auch die Kulturlandschaft in Bedrängnis“, betonen Präsident Karl Bader sowie die Mandatare Martin Preineder und Eduard Köck.

Die Zeit dränge, denn die Zahlen sollen eine eindeutige Sprache sprechen: Experten rechnen mit bis zu 500 Wölfen, falls sich die Population in Österreich in den nächsten 15 Jahren ungehindert weiterentwickeln kann. Wohin aber die Raubtiere aktuell verschwunden sind, ist unklar. Schon länger wurden keine Risse mehr gemeldet - vielleicht wurden mancherorts ja Wölfe bereits „entnommen“

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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