Die Vorgeschichte: St. Lorenzen war durch ein 30:1 gegen St. Stefan in der letzten Runde Meister geworden, weil Knittelfeld gegen Schöder im zeitgleich angesetzen Spiel "nur" 21:0 gewonnen hatte.
Der Verband reagierte prompt ("die Optik dieser Ergebnisse ist fatal"), zitierte vor einer Woche Referees, Funktionäre und Spieler der "Siegerteams" vor den Strafsenat. Am Dienstag waren die Spieler der "Verliererteams" zum Senat III unter Vorsitz von Nico Groger (im Bild links) vorgeladen - neun von St. Stefan und zwölf von Schöder kamen.
Klubs beteuern Unschuld
Alle beteuerten ihre Unschuld ("wir hatten viele Ausfälle, waren dadurch geschwächt"), doch für die Fußballrichter war das nicht recht glaubwürdig. Fazit: Knittelfeld und St. Lorenzen verlieren die Punkte dieser Spiele (damit ist der drittplatzierte UFC Gaal Meister und Aufsteiger), alle vier Klubs starten in der nächsten Saison mit 15 Punkten Abzug, müssen zudem 1.000 Euro Geldstrafe zahlen.
"Nicht alle Aussagen glaubwürdig"
"Es war eine Indizienkette, nicht alle Aussagen waren glaubwürdig, dazu wurde Fairness eindeutig verletzt", begründete Groger das Urteil. Die Klubs haben jetzt 14 Tage Zeit Einspruch zu erheben - St. Lorenzen und Schöder haben das auch gleich nach der Verhandlung angekündigt.
von Marcus Stoimaier, "Steirerkrone"
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