Geplant ist demnach ein Gebäudekomplex, der aus einem zur Straße hin ausgerichteten Verwaltungstrakt sowie mehreren fingerförmig dahinter angelegten Wohneinheiten besteht.
Terrassen und bergrünte Innenhöfe
Die Wohnungen sollen jeweils 20 Schubhäftlinge beherbergen, die Gesamtkapazität soll nötigenfalls auf insgesamt bis zu 220 Menschen aufgestockt werden können. Terrassen und begrünte Innenhöfe sollen den auf ihre Abschiebung wartenden Insassen möglichst viel interne Bewegungsfreiheit bieten, wie Michael Anhammer vom Architektenbüro SUE Architekten sagte, dessen Projekt von einer achtköpfigen Jury unter 42 Einreichungen ausgewählt wurde. Von der Umwelt abgetrennt wird das Schubhaftzentrum nach vorne hin durch das Verwaltungsgebäude und nach hinten durch einen Zaun.
Die Errichtungskosten von 20 Millionen Euro wird die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) vorstrecken, im Gegenzug wird das Innenministerium für das Gebäude Miete bezahlen. Die Übergabe an das Ressort ist Mitte 2012 geplant. Derzeit laufe das Projekt "wie am Schnürchen", so BIG-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber.
Jahrhundertchance für Gemeinde
Vordernbergs Bürgermeister Walter Hubner (im Bild), der der Jury angehörte, lobte das Projekt als Jahrhundertchance für seine Gemeinde, da dadurch auch rund 117 Arbeitsplätze entstehen würden. Außerdem werde das Gebäude durch seine offene Architektur "kein Gefängnis im herkömmlichen Sinn" sein. In Vordernberg hatte es im Vorjahr eine Volksbefragung gegeben, die eine klare Mehrheit für das Schubhaftzentrum brachte.
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