Radler ausgebremst

Wo Pedalritter in Graz besser absatteln sollten

Steiermark
20.06.2010 11:26
Das Verhalten vieler Radfahrer ist eine Mischung aus Unkenntnis (der Spielregeln) und Undiszipliniertheit. Das regt viele Grazer auf. Und gefährlich ist es obendrein: Denn immer wieder kommt es zu bösen Unfällen, an denen die Pedalritter nicht ganz schuldlos sind.

Seit die grüne Vizebürgermeisterin Lisa Rücker im Amt ist, ist Graz auf dem besten Weg wieder Radfahrhauptstadt Österreichs zu werden (bereits 16 Prozent aller Alltagswege werden mit dem Rad erledigt!). So gibt es seit dem vergangenem Jahr 23 Hauptradrouten – das In-die-Stadt-Radeln funktioniert seither ganz gut, beim In-der-Stadt-Radeln hapert's aber noch.

434 Unfälle mit Verletzten im Jahr
Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit gab es in der steirischen Landeshauptstadt im vergangenen Jahr 434 Unfälle mit Personenschaden, an denen Radfahrer beteiligt waren. Vor allem im innerstädtischen Bereich halten sich viele Zweiradfahrer nicht an die Spielregeln – kümmern sich nicht um rote Ampeln, sind zu schnell in der Fußgängerzone unterwegs, fahren ohne Licht in der Nacht oder ohne Genierer auf dem Gehsteig.

Chaos um Fahrverbote
Hinzu kommt: Die Mehrzahl der Radfahrer weiß offenbar nicht, wo man in die Pedale treten darf und wo nicht! Absteigen heißt es in der Sporgasse (von der Ballhausgasse bis zum Hauptplatz), in der Färbergasse (im Bereich Glockenspielplatz bis Sporgasse) und im Stadtpark (außer für Kinder bis zwölf Jahre). Nicht gestattet ist das Radfahren auch in der Herrengasse (ausgenommen von 20 bis 8 Uhr) und in der Jakoministraße (nur stadtauswärts). Franziskanerplatz (Bild) und Schmiedgasse stehen Radfahrern offen (in Fuzos gilt Schritttempo!).

von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"

 

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