Gebietsliga-Posse

Videoaufzeichnung soll nun Licht in die Torlawinen bringen

Steiermark
16.06.2010 11:59
Der seltsame Titelkampf vom letzten Wochenende in der Gebietsliga Mur hat ein Nachspiel: Am Dienstagabend tagte in Niklasdorf der Senat III des steirischen Fußballverbandes, nahm sich die beteiligten vier Mannschaften zur Brust. Ein Ergebnis gab es unter dem Vorsitz von Mag. Udo Schalamon noch nicht - nächste Woche kommt der Strafsenat erneut zusammen, dann soll eine Entscheidung her. Unter anderem wird auch ein Video ausschlaggebend sein.

St. Lorenzen bei Knittelfeld hatte St. Stefan mit einem rekordverdächtigen 30:1 (!) vom Platz gefegt und sich - dank der besseren Tordifferenz - in der letzten Runde noch den Meistertitel geholt. Der ebenfalls mehr als deutliche 21:0-Kantersieg des FC Knittelfeld gegen Schöder war letztlich für die gute Luft. Beim Verband schrillten ob dieser verrückten Resultate sofort die Alarmglocken.

Am Dienstag wurden nun Funktionäre, Spieler sowie die zwei Schiedsrichter der Partien einvernommen. Vier Stunden rauchten die Köpfe, wurde den Beteiligten auf den Zahn gefühlt. Die Vertreter der Klubs bestritten vehement, dass es Spielmanipulationen gab, allesamt beteuerten ihre Unschuld.

"Die Optik ist fatal"
"Es hat kein Schuldeingeständnis gegeben, aber es ist neues Beweismaterial aufgetaucht", sagte Senatsmitglied Horst Holzer nach der Einvernahme. Dabei handelt es sich um eine Videoaufnahme der Partie des FC Knittelfeld. "Die wird man sich nun genau anschauen, zudem sollen weitere Zeugen der Spiele einvernommen werden", betont Verbands-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bartosch, der den Fall so rasch wie möglich geklärt haben will. "Denn die Optik ist fatal, es geht um die Ehrlichkeit im Sport!"

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