Im Hinterhof seines Mehrparteienhauses ertappte im Sommer ein Innsbrucker Handwerker (26) einen betrunkenen älteren Herrn und vermutete, dass sich dieser dort erleichtern wolle. Es folgten ein Streit und äußerst brutale Faustschläge gegen den Wehrlosen. Dafür muss der Angeklagte nun sogar ins Gefängnis.
Es war ein ungleiches Duell: Hier der kerngesunde junge Angeklagte, dort sein Opfer, das mit 63 Jahren und nach einigen Bieren auch ohne Fremdeinwirkung schwankte - so berichteten es die Zeugen vor Richter Norbert Hofer.
Schubserei und Faustschläge
„Der Herr wollte bei uns in den Hof urinieren“, erzählte der Angeklagte. Der 63-Jährige betonte, er habe nur einen Schwarm Vögel hinterher sehen wollen. Wie auch immer: Es kam zum Wortgefecht und laut Zeugen, die wegen der Schreie aus dem Fenster geschaut hatten, zu einer Schubserei. Dann kam es laut Opfer zu drei wuchtigen Faustschläge durch den Angeklagten, sein Gegner stürzte auf den Bordstein.
Folge: Brüche von Jochbein, Augenhöhle und im Mittelgesicht, ausgeschlagene Zähne usw. Urteil für den (nicht einschlägig) vorbestraften Angeklagten: 18 Monate Haft, davon 6 unbedingt (Fußfessel?), dazu 3000 € Schmerzensgeld.








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