14.11.2019 07:30 |

Fußball

Farce im Westen spielt Salzburg in die Karten

Der sportliche Aufstiegskampf in die 2. Liga beginnt für Salzburgs Duo zwar erst Mitte März. Doch schon bis Freitag, den 15. November, werden abseits des Platzes wichtige Weichen gestellt: Alle Aufstiegswilligen müssen bei der Bundesliga die geprüften Jahres-Bilanzen abgeben. Was SAK und der FC Pinzgau sehr wohl tun – die Konkurrenten aus Tirol und Vorarlberg jedoch nicht.

Der Wintereinbruch in Salzburg hatte am Mittwoch Auswirkungen auf die U19-EM-Qualifikation: Die Auftaktpartie Österreichs gegen Gibraltar in Straßwalchen wurde ebenso auf Donnerstag (13) verlegt wie Schweiz gegen Irland auf dem SAK-Platz. Österreichs Betreuerstab um Trainer Rupert Marko, „Co“ Mario Haas und Tormanntrainer Hans-Peter Berger legte in Straßwalchen selbst Hand an, schaufelte den Platz frei, damit zumindest heute alles nach Plan läuft.

Nicht verschieben lässt sich jedenfalls die Abgabe der geprüften Jahresbilanz für alle aufstiegswilligen Regionalligisten. Bis morgen, Freitag, muss die bei der Bundesliga eingelangt sein. Kostenpunkt: 5000 bis 7000 Euro. Eine Hürde, die Salzburgs Dominatoren SAK und FC Pinzgau auf sich nehmen. Nicht aber die Konkurrenten in der Westliga: Schwaz und Wörgl in Tirol sowie der Dornbirner SV und Hohenems im Ländle winkten ab. Womit sich das Quartett aus dem Aufstiegsrennen nimmt: Die Abgabe der Jahresbilanz ist Voraussetzung für die Lizenzabgabe am 3. März 2020.

Die Frühjahrs-Westliga wird nun zum Solo für zwei. Nur der SAK, der unter Neo-Trainer Thomas Hofer bereits am 27. November in die Vorbereitung startet, und Pinzgau haben Aufstiegschancen. Sie müssen aber unter die Top zwei in der Sechserliga kommen. Sollte der Erste keine Lizenz kriegen, dürfte maximal der Zweite in die 2. Liga rauf.

Aus Salzburger Sicht ist diese Ausgangslage gut. Doch insgesamt ist das eine Farce. Dass es weder aus Tirol noch aus Vorarlberg einen Aufstiegswilligen gibt, entwertet die Westliga bereits Monate vorm Ankick.

Der SAK hat mit der Zusicherung der 650.000-€-Förderung für ein fernsehtaugliches Flutlicht nun einmal die Nase vorne. Beim FC Pinzgau gilt es, die Flutlicht-Aufrüstung aus eigener Kraft zu bewerkstelligen. Von der Stadtgemeinde, die im Vorjahr großzügig in die Sportanlage investiert hatte, gibt es dafür kein Geld.

Herbert Struber
Herbert Struber
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