11.11.2019 09:00 |

Fußball

Innenbandeinriss stoppte Möschl bei Kultklub

Den Stammplatz bei Dynamo Dresden hatte er gerade erst zurückerobert, dann wurde er wieder durch eine Verletzung gestoppt: Der 26-jährige Saalfeldener Patrick Möschl über den beinharten Abstiegskampf in der 2. deutschen Liga – und die Gänsehautstimmung bei 35.000 Auswärtsfans im DFB-Cup gegen Hertha BSC Berlin.

Beim 1:0-Sieg im Nachzügler-Duell der 2. deutschen Bundesliga gegen Wiesbaden war Patrick Möschl am Freitag zum Zuschauen verurteilt. Eine Woche zuvor hatte sich der Saalfeldener in Diensten von Dynamo Dresden gegen Stuttgart einen Innenbandeinriss im linken Knöchel zugezogen. „Mir ist da ein Gegenspieler ohne Rücksicht auf Verluste reingesprungen“, ärgerte sich der 26-Jährige. Weil das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kam. Nach einem verkorksten Start hatte er sich einen Stammplatz erkämpft, dreimal von Beginn an gespielt.

Und er kam auch beim unglücklichen Cup-Aus im Elferschießen bei Bundesligist Hertha Berlin zu 40 Minuten nach der Pause. „Es waren 35.000 Dresden-Fans im Hertha-Stadion. Das war einfach nur puuhhh“, so Möschl, der aktuell einzige Salzburger in der 2. deutschen Liga. „Ich hoffe, dass ich Anfang Dezember zurück bin“, heißt es für den Pinzgauer, der in der Vorsaison schon vier Monate verletzungsbedingt ausgefallen war, nun wieder Lymphdrainagen und Oberkörpertraining statt Fußball spielen.

Das kam seit seinem Wechsel von Bundesliga-Absteiger Ried 2017 zum ostdeutschen Kultklub ohnehin zu kurz. 33 Ligaeinsätze seither – das stellt Möschl nicht zufrieden. „Du trainierst, trainierst, gibst Gas. Und wirst nicht belohnt. Es ist oft nicht leicht im Fußball.“ Zumal die Mannschaft von Trainer Cristian Fiel voll in den Abstiegskampf reingerutscht ist. „Eine ganz heikle Phase“, weiß Patrick. So stark der Support der Fans oft ist – mittlerweile spüren die Kicker auch deren Unmut. Seinen Wechsel bereut er aber nicht. „Die Liga ist, Salzburg ausgenommen, mindestens auf dem Niveau der heimischen Bundesliga, von den Stadien, den Fans aber eine andere Dimension. Ich bin froh, dass ich hergekommen bin.“ Heim kommt er nur mehr zweimal pro Jahr. „Weihnachten verbringe ich auch heuer wieder bei meinen Eltern“, hofft Patrick bis dahin punktemäßig auf „Winterspeck“.

Herbert Struber
Herbert Struber
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