05.11.2019 06:00 |

Fusion mit Sparkasse

Krentschker: Aus für die Grazer „Bank der Reichen“

Seit Monaten wurde intern intensiv diskutiert, nun ist es fix: Die Steiermärkische Sparkasse inhaliert ihre 100-Prozent-Tochtergesellschaft, das renommierte Bankhaus Krentschker mit Standorten in Graz und Wien. 85 Mitarbeiter sind betroffen, sie wechseln nach der Fusion zur Mutterbank.

Am Montagabend wurden die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung von Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG sowie Aufsichtsratschef von Krentschker, informiert: Die Traditionsmarke Krentschker, Privatbank der Reichen und Superreichen mit einer Bilanzsumme von 1,1 Milliarden Euro, wird mit der Steiermärkischen fusioniert.

Die Ergebnisse seien in den vergangenen Jahren mit im Schnitt rund fünf Millionen Euro zwar einigermaßen stabil, trotz Nutzung von Synergien mit der Steiermärkischen haben die Bank-Manager nun aber die Hoffnung aufgegeben, die Überschüsse mittel- bis langfristig deutlich steigern zu können.

„Gemeinsam sind wir deutlich stärker“
Im Gespräch mit der „Krone“ erklärt Gerhard Fabisch: „Krentschker ist definitiv kein Sanierungsfall. Wir legen das Privatkunden-Geschäft beider Bankhäuser im Lauf des kommenden Jahres zusammen - gemeinsam sind wir deutlich stärker.“ Das Mutterhaus wird alle Rechte und Pflichten der bestehenden Krentschker-Kunden übernehmen - unter welcher Marke der neue, fusionierte Privatbanken-Bereich auftreten wird, sei noch unklar.

Eine noble Bank mit großem Herz
Das Bankhaus Krentschker ist das, was man eine klassische, noble Privatbank nennt: Diskret und kompetent wurden rund um Vorstandschef Georg Wolf-Schönach, dessen Vertrag bis Ende Juni 2020 läuft, vor allem wohlhabende Kunden betreut. Fehlen wird die Bank auch kulturellen und sozialen Einrichtungen, Krentschker hat sich als aktiver Teil der Gesellschaft definiert und viele Initiativen unterstützt.

Steirer kaufen in Nordmazedonien zu
Positive Nachrichten gibt es für die Steiermärkische aus Nordmazedonien: Die Übernahme von 91,57% der „Ohridska Banka Societe Generale“ konnte abgeschlossen werden. Der Zukauf macht die Steiermärkische mit nun 140.000 Kunden, 700 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 1,1 Milliarden Euro zum Top-3-Player in Nordmazedonien (Marktanteil 14%).

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart - im Vergleich mit branchenähnlichen Übernahmen dürfte er im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.

Gerhard Felbinger
Gerhard Felbinger
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