24.10.2019 09:02 |

„Exit the room“:

Purer Nervenkitzel als modernes Teambuilding

„Exit the room“ eröffnet sechsten Raum in Graz. Wir waren die allerersten Zauberlehrlinge. Immer öfter lassen auch Firmen ihre Mitarbeiter einsperren. Brandneu: Der mobile Raum zum Mieten.

Ein Zauberer wurde entführt und kann nur durch ein Serum gerettet werden. Das ist die Geschichte hinter „Wizard“. Wir ließen uns zu Fünft als allererste Zauberlehrlinge im neuen Raum in der Grazer Grabenstraße einsperren. 60 Minuten hat man Zeit, die mehr als ein Dutzend Rätsel zu lösen, ein laufender Countdown erhöht den Stressfaktor. Die ersten fünf Minuten: Komplette Planlosigkeit. Nach dem ersten Aha-Erlebnis ging’s dahin, Aufgabe um Aufgabe wurde geschafft. Aber die Zeit rennt, der Stress steigt. Das Funkgerät, über das man zur Not einen Tipp bekommt, will und will niemand in die Hand nehmen. Zwei Hinweise mussten wir uns dennoch geben lassen. Und am Ende reichte es nicht – um gerade einmal 20 Sekunden. Fazit: Ein echtes Abenteuer, Nervenkitzel pur mit großem Funfaktor und ein spannendes gemeinsames Erlebnis.

Erfolgsgeschichte startete vor fünf Jahren

„2014 haben wir in Graz in einem Keller in der Hilgergasse mit zwei Räumen begonnen“, erzählt Thomas Stradner im Gespräch mit der „Krone“, „da haben wir noch selbst etwa mit Schweizerkrachern die Wände dekoriert.“ Die Besucher waren begeistert, ein wahrer Erfolgslauf startete. 2016 wurden dann auch Salzburg, Linz und Klagenfurt erobert, in Graz ging’s weiter Richtung Grabenstraße.

Was macht die Faszination „Exit the room“ aus? „Der gemeinsame Erlebnisfaktor“, sagt Stradner, der als ältesten Besucher einen 92-Jährigen begrüßen durfte. „Und wir erfüllen einen Bildungsauftrag“, schmunzelt der Hitzendorfer, „in einer Stresssituation sein Hirn einschalten, ohne dem geht’s bei uns nicht.“ Auch als Therapie wurden die sogenannten Escape-Räume schon genutzt. „Menschen mit Klaustrophobie etwa vergessen bei uns total auf ihre Platzangst.“

Chefs lassen ihre Mitarbeiter einsperren

Der neueste Trend aber: Immer öfter setzten Unternehmen (wie Google, OMV, McDonald’s, Coca-Cola) auf das moderne Teambuilding. Die Gründe liegen auf der Hand: Teamgeist und strategisches Denkvermögen fördern, Gruppendynamik und Arbeitseffizienz steigern und das positive Arbeitsklima stärken. Für „Costa Kreuzfahrten“ wurden sogar eigene Räume konzipiert, in denen die Mitarbeiter mit Werten und Inhalten des Unternehmens eben auf spielerische Art und Weise konfrontiert werden.

Mobiler Raum für Veranstaltungen

Premiere hatte in der Vorwoche der erste mobile Raum. „Er ist zwölf Quadratmeter groß“, erklärt Stradner, „kann von uns überall aufgestellt werden. In- und Outdoor. Ob bei Firmenfeiern, Maturabällen oder in Einkaufszentren.“ 15 Minuten lang können darin bis zu vier Teilnehmer auf eine spannende Rätseljagd gehen.

Michael Jakl
Michael Jakl
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