16.10.2019 23:00 |

Tipps zur Erholung

Nach der stressigen Arbeit richtig abschalten

Stress wird von der WHO heute als eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt gesehen: Die schnelllebige Zeit führt nicht nur im Job oft zu Hektik und Überlastung, auch in der Freizeit kommen viele nicht mehr zur Ruhe. Die „Krone“ fragte nach, wie man nach einem Stress-Tag abschalten und sich erholen kann.

Ein Telefonat nach dem anderen, ein Berg voller Dokumente am Schreibtisch, oder eine lange Schlange an Kunden, die an der Kasse wartet: Fast jeder arbeitende Mensch hat schon Stress und Hektik erlebt. Zusammen mit dem modernen Phänomen des Freizeitstresses ergibt sich eine explosive Mischung. Viele haben verlernt, abends oder zwischendurch mal abzuschalten.

Die „Krone“ erkundigte sich bei Dr. Andreas Kaiser, Leiter des Instituts für Klinische Psychologie an der Doppler-Klinik, wie man trotz all der Phänomene zur Erholung kommt und wieder fit in den Arbeitstag starten kann. „Wichtig ist die Trennung von beruflich und privat. Im Beruf bekommt man hoffentlich Anerkennung für seine Leistungen. Zu Hause zählt die Familie.“ Das Schlimmste sei, wenn man heim kommt und da ist nichts. Kaiser empfiehlt, sich dann in einem Verein zu engagieren oder gemeinsam mit Freunden Sport zu betreiben, ein bis zweimal die Woche.

Sorgen und Probleme niederschreiben

Ein Diensthandy sieht er als Werkzeug an. „Das kommt abends in die Ecke. Achtsame Tätigkeiten sind gefragt. Selbst Bügeln kann entspannend sein, wenn man es bewusst macht.“ Wer sich am Abend Gedanken über Probleme macht, kann nur schlecht schlafen. Kaiser empfiehlt, die Sorgen aufzuschreiben. „Dann sind sie vorerst aus dem Kopf. Ich mache das selbst oft. Rituale wie Tee trinken oder den Stress beim Duschen ,abzuwaschen’, helfen auch beim Abschalten.“ Zu Alkohol sollte man vor dem Schlafen nie greifen. „Man schläft dann keineswegs gut, auch die schädliche Wirkung des Alkohols ist nicht zu unterschätzen.“

Zuletzt erläutert Kaiser, was sich im Körper bei Stress abspielt. „Zuerst wird Adrenalin ausgestoßen, das pusht kurzfristig. Doch dann kommt das Cortisol. Das lässt sich im Körper schwer abbauen. Das bekommt man höchstens mit Bewegung weg. Auf die Dauer staut sich das Cortisol aber auf, es kommt zu chronischem Stress.“ Die Folge kann dann sogar ein Burnout sein.

Manuela Kappes
Manuela Kappes
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