Spieler äußern sich

Ticketpreis-Debatte: „Den Fans nicht übel nehmen“

Der Blick auf die Zuschauerränge des rund 48.500 Besucher fassenden Happel-Stadions hat bei den österreichischen Teamspielern am Donnerstag eine gewisse Ernüchterung ausgelöst. Nur 26.200 Fans kamen zum richtungsweisenden EM-Qualifikationsspiel gegen Israel, das mit 3:1 gewonnen wurde.

Marcel Sabitzer äußerte sich nach dem Spiel über das mangelnde Zuschauerinteresse gegen Israel: „Wir versuchen, die Leute mit Leistung ins Stadion zu holen. Wir wollen unbedingt zur EM, damit eine Euphorie ausbricht, und wir sind auf einem guten Weg“, beteuerte der Leipzig-Profi. Der mangelnde Publikumszuspruch sei auf mehrere Faktoren wie etwa Ticketpreise oder Anstoßzeit zurückzuführen, vermutete Sabitzer. „Man darf das den Fans nicht übel nehmen.“

Hätten uns volle Hütte gewünscht
Auch Aleksandar Dragovic betrieb Ursachenforschung und wies in diesem Zusammenhang auf den ungünstigen Termin unter der Woche mit Anpfiffzeit 20.45 Uhr hin. „Man darf nicht vergessen, es ist Donnerstag. Die Leute müssen morgen arbeiten, die Kinder in die Schule“, erklärte der Leverkusen-Verteidiger. „Wir hätten uns eine volle Hütte gewünscht. Wir können nur unser Bestes auf dem Platz geben, alles andere können wir nicht beeinflussen.“

Ähnliche Preise wie bei EM-Quali 2016
Während der Partie gegen Israel kritisierten die Fans auf einem Transparent die ihrer Meinung nach zu hohen Kartenpreise, die sich für einen Vollzahler zwischen 32 und 66 Euro bewegten. Allerdings befand man sich dabei in etwa auf dem Niveau der Qualifikation für die EURO 2016 - damals waren laut ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold zwischen 30 und 60 Euro pro Ticket zu berappen.

Es wird sich zeigen, ob für das wichtige Heimspiel am 16.November gegen Nordmazedonien mehr Menschen den Weg ins Stadion finden. Der Pluspunkt: Die Begegnung findet an einem Samstag statt. Billigere Ticketpreise sind allerdings nicht geplant. 

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