Die heimische Modeszene ist geprägt von einem Spiel mit Stilrichtungen, wie es etwa das Label "Pixie" mit seiner Neuinterpretation des Twiggy-Stils oder "Ni-Ly" mit einem Mix aus klassischem Kimono und urban-schicken Overalls treiben. Ein weiteres Merkmal ist die Verwandlungsfähigkeit: Aus einem Oberteil wird da schnell einmal eine Hose, wie etwa bei "Odrowaz".
Der wirksame Auftritt der Models über die Rolltreppe, die Musik von Rainer Binder-Kriegelstein und die Visuals von OchoReSotto machten aus der Modenschau ein gelungenes Event. Dennoch gäbe es noch Details, an denen man in Zukunft feilen könnte: Stilistisch waren sich einige der Kollektionen etwas ähnlich, der Moderator wirkte unvorbereitet und redundant (sollte das ein ironisches Statement gewesen sein, ging es ziemlich in die Hose), und nicht alle der Laienmodels konnten ihre Laienhaftigkeit verheimlichen.
Produkte im Mittelpunkt
Doch im Mittelpunkt stehen bei Assembly die Designer mit ihren Produkten - und das ist gut so. 70 Labels sind vertreten, das Spektrum geht weit über die Mode hinaus: "Fluid Forms" etwa kreiert aus Stadtplänen Ohrringe und Wanduhren, das Label "betont" interpretiert Möbel neu, indem es sie aus Beton gießt, und "perludi" stellt einen Kindertisch vor, der mit den Kleinen mitwächst. Ein überaus interessanter Beitrag zu Assembly kommt von der Grazer Künstlergruppe Syndikat: Sie sind dem Müll der westlichen Welt nach Afrika gefolgt und haben in einem Film dokumentiert, wie kreativ und nachhaltig die Menschen dort damit umgehen.
von Christoph Hartner ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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