06.10.2019 23:53 |

„Schlüsselfigur“

Pinzgauer Gebirgspfarrer übersiedelt in die Stadt

Mehrere hundert Gläubige der Stadtpfarren Herrnau, Gneis, Morzg und Nonntal feierten am Sonntag nicht nur das Erntedankfest am Unipark Nonntal, sondern auch die Amtseinführung von Pfarrer Alois Dürlinger, der diesen Pfarrverband zukünftig leiten wird.

In seiner Predigt betonte Generalvikar Roland Rasser, dass es Aufgabe eines Seelsorgers sei, den Glauben der Menschen zu stützen, zu stärken und an Jesus Christus rückzubinden. „Du bist eine Schlüsselfigur in den Pfarren“, sagte er und überreichte dem Pfarrverbandsleiter Alois Dürlinger vier Schlüssel als Symbol für die vier Stadtpfarren.

Schwerpunkte: Armut und Einsamkeit

„Werdet aber Täter des Wortes und nicht nur Hörer, sonst betrügt ihr euch selbst!“, zitierte Alois Dürlinger in seiner Dankesrede am Ende des Gottesdienstes ein Bibelwort und betonte: „Glauben ist ein Tunwort!“ In besonderer Weise möchte er sich weiterhin für die heimatlosen und obdachlosen Menschen engagieren. Als besondere Herausforderung sieht er die steigende Einsamkeit: Diese sei die stillste und schleichendste Form der Armut, so Dürlinger.

Ein erfahrener Seelsorger

Der gebürtige Pinzgauer war von 2008 bis 2019  Pfarrer in St. Veit und Goldegg, wo er sich in besonderer Weise für Flüchtlinge engagierte. Mit Herbst 2015 ernannte ihn Erzbischof Franz Lackner zu seinem „Assistenten und Sprecher in Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten“.  Zudem wirkt Dürlinger als Mitglied in der Diözesankommission für den interkulturellen und interreligiösen Dialog und als Referent für das Projekt „Armut in der Stadt“. Die Gemeinschaft Sant´Egidio ist ihm dabei in ihrer ökumenischen und  interreligiösen Offenheit und in ihrer Freundschaft mit den Armen seit  Jahren Inspiration und Ansporn. Ehrenamtlich engagiert sich Dürlinger  im Kriseninterventionsteam des Salzburger Roten Kreuzes. Neben seinen zahlreichen kirchlichen Aufgaben widmet er sich seinen Norikerpferden.

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