06.10.2019 22:21 |

KPÖ PLUS-Kritik

Ärger über neues Wettbüro im “Perron”

Im neuen Prestige-Bau „Perron“ am Hauptbahnhof hat mit Anfang Oktober ein weiteres Wettbüro eröffnet – „Ausgerechnet in Salzburgs ärmsten Stadtteil!“, ärgert sich Kay-Michael Dankl von der KPÖ PLUS.

Erst im Juni geriet der neue Glasturm „Perron“ in der Rainerstraße am Salzburger Hauptbahnhof in die Schlagzeilen. Damals wurde bekannt, dass Wohnungen in den oberen Stockwerken an Touristen vermietet werden. Wieder sorgt die Nutzung des Gebäudes für Ärger: Anfang Oktober hat ein Wettlokal im Erdgeschoß seinen Betrieb aufgenommen, Tür an Tür zu einer Bankfiliale. „In der Bahnhofsgegend leben viele Menschen, die wenig Geld haben und prekär leben. Ein weiteres Wettbüro ist das Letzte, was es dort braucht. Damit bekommt das Geschäft mit der Spielsucht noch mehr Raum“, kritisiert Gemeinderat Kay-Michael Dankl (KPÖ PLUS).

Die Elisabeth-Vorstadt gilt in Salzburg als der einkommensschwächste Stadtteil. Eine Konferenz der Salzburger Armutskonferenz von 2012 über Ungleichheit in Salzburg hat gezeigt, dass in keinem Stadtteil so viele Haushalte auf Mindestsicherung angewiesen sind wie in der Elisabeth-Vorstadt. Dort liegt ihr Anteil mit 8,1% deutlich über dem Stadt-Durchschnitt von 5,3%. Armut gilt als ein zentraler Risikofaktor für Spielsucht. „Viele Menschen hoffen, durch Glücksspiel einen Ausweg aus einer tristen sozialen Lage zu finden. Je größer das Glückspielangebot ist, desto höher ist das Risiko“, sagt Dankl. Mit einer schriftlichen Anfrage an die Stadtregierung will der Gemeinderat erfahren, wie es zu dieser Nutzung kam und welche Schritte nun gesetzt werden können. 

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