Klares Nein:

Breitspurbahn wird abgelehnt

Güter aus China sollen, wie berichtet, über eine Breitspurbahn bis nach Österreich rollen. Diese endet derzeit in der Slowakei. Künftiger Endpunkt soll ein Mega-Terminal in der Nähe von Schwechat sein. In der Region regt sich nun aber heftiger Widerstand: „Hier ist die Verkehrsbelastung ohnehin schon groß genug!“

Von Košice in der Slowakei soll die neue Eisenbahnlinie über Kittsee im Burgenland nach Niederösterreich geführt werden. Geplant wäre ein 150 Hektar großer Terminal samt einem Logistikzentrum im selben Ausmaß. Fünf Standorte seien in der engeren Auswahl, heißt es. Favorisiert werde allerdings ein Gebiet zwischen Nordbahn und der B 10, zum Teil in der Fluglärmzone des Flughafens Schwechat gelegen. Dass in der Nähe der Güterterminal Wien-Süd, der Wiener Hafen, der Airport und auch der Zentralverschiebebahnhof liegen, sei ein Plus. Doch die Bewohner der Region zwischen der Bundeshauptstadt und Bruck an der Leitha sind über diese Pläne entsetzt. In den Gemeindestuben wird das Vorhaben glattweg abgelehnt (siehe auch Kolumne auf der Seite 29 unserer heutigen NÖ-Printausgabe).

„Die Bürgermeister werden gemeinsam alles tun, um das Projekt zu verhindern“, so Gerhard Weil, der Stadtchef von Bruck an der Leitha. Bestätigt wird das von Thomas Ram, dem Amtskollegen in Fischamend: „Über die Ablehnung herrscht Einhelligkeit. Unsere Region ist ohnehin schon durch übermäßigen Verkehr mehr als genug belastet.“ Der Standort bringe negative ökologische Auswirkungen mit sich, heißt es auch im Umweltbericht zum Breitspurterminal. Die Bürgermeister haben jetzt eine gemeinsame Rechtsvertretung beauftragt. Denn bis 12. November können Stellungnahmen dazu eingebracht werden. Jene der Region Bruck ist klar: „Nein!“

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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