27.09.2019 10:20 |

Daten und Fakten

Wahlkarten-Hoch trotzt Wahlberechtigten-Tief

Am Sonntag kämpfen die Parteien in Salzburg um elf Sitze im Nationalrat. Sicher ist bisher nur eines: Wenn’s ums Wählen geht, mögen’s die Salzburger bequem: Der Wahlkartenrekord ist jetzt schon gebrochen! Dafür sind so wenige Einwohner wie noch nie für eine Stimmabgabe berechtigt. Eine „Krone“-Wahlstatistik.

Am Donnerstag gegen 14 Uhr stellte die Stadt die 19.999 Wahlkarte aus. Das ist ein absoluter Rekord! Vergleich: Bei der Nationalratswahl 2017 beantragten 15.700 Salzburger eine Wahlkarte. Und noch ist keine Ende in Sicht: Spätentschlossene können noch bis heute, Freitag, 12 Uhr eine Karte im Schloss Mirabell beantragen. Die Zahlen für das gesamte Bundesland folgen erst.

„Das läuft über das Innenministerium. Die 119 Gemeinden geben die Informationen zentral weiter. Aber von dem, was ich bisher gehört habe, gibt es auch hier einen absoluten Wahlkartentrend“, sagt Wahlreferatsleiter Michael Bergmüller vom Land Salzburg.

Sagt das Wahlkarten-Hoch schon etwas über die Wahlbeteiligung aus? Bergmüller: „Das ist sehr schwierig abzuschätzen. Es kann sich auch um eine reine Verlagerung des Wählerverhaltens handeln.“

Ein Minusrekord bei den Wahlberechtigten
Hier Hoch, da Tief: Noch nie in der Geschichte der Zweiten Republik durften so wenige Salzburger wählen: genau 395.640. Das sind 83 Personen weniger als vor zwei Jahren. Und der Altersschnitt der Wahlberechtigten ist wieder um ein halbes Jahr auf 50,8 gestiegen ...

Die Parteien müssen trotzdem fast 10.000 Neuwähler überzeugen: 9200 Erstwähler und 600 neueingebürgerte Wahlberechtigte.

Christoph Laible
Christoph Laible
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