21.09.2019 09:00 |

Weinlese angelaufen

Hoffnung auf steirischen „Jahrhundert-Jahrgang“

In den Weinbergen der steirischen Herkunftsgebiete - Südsteiermark, Weststeiermark, Vulkanland - herrscht gerade Hochbetrieb. Seit mehr als einer Woche wird die Ernte eingefahren. Und die ist diesmal mehr als vielversprechend. Hält das Wetter, dann erwarten Experten einen Jahrgang von höchster Qualität!

„Ich komme gerade aus einem Weingarten - und was ich dort gekostet habe, das ist von höchster Qualität“, berichtet Werner Luttenberger (Geschäftsführer „Wein Steiermark“) von „herzhaften Naschereien“. In der Tat jubelten bei unserem Lokalaugenschein in der Südsteiermark die Weinbauern über ihre aktuelle Ernte.

Es sprießt höchste Qualität
Zum Start kamen in den vergangenen Tagen gleich einmal die Früchte der Müller-Thurgau-Traube in die Keller. „Was die Menge betrifft, sind die Reben vielleicht nicht ganz so dicht bewachsen wie in den Vorjahren, aber was die Qualität betrifft, sprießt höchste Qualität“, kommentieren die Experten die aktuelle Lese.

„Ein bissl weniger ist oft mehr - weil sich die Kraft in den vorhandenen Trauben so richtig entfaltet“, weiß Luttenberger.

Kein Rekordergebnis in Sicht
Und Engpässe in Sachen Wein sind sowieso nicht zu erwarten; auch wenn das Rekordergebnis aus dem Jahr 2011 wohl nicht erreicht werden wird. Damals sind ja satte 295.000 Hektoliter steirischer Wein geflossen.

Anbaufläche wächst
Dass nach 242.000 Hektolitern im Jahr 2017 und 255.000 Hektolitern im Jahr 2018 vom Jahrgang 2019 rund 270.000 Hektoliter fließen sollen, liegt auch nicht daran, dass die steirischen Reben heuer gar so viel tragen. Luttenberger: „In den vergangenen Jahren ist die gesamte Anbaufläche in der Steiermark von 4633 Hektar auf etwas mehr als 5000 Hektar gewachsen.“ Durch die Jungpflanzen ergeben sich mittlerweile eben auch Zuwächse im Gesamtertrag.

Abgesehen von ein paar Hagelunwettern, die im Frühjahr aber eher kleinräumig durch das Weinland gezogen sind, war der Wettergott heuer ein ausgesprochener Weinfreund: „Die Wetterbedingungen waren in diesem Jahr nahezu perfekt.“

Winzer hoffen auf kühle Nächte
Bleibt zu hoffen, dass dies auch zur Lesezeit so bleibt. Was die steirischen Weinbauern gar nicht brauchen können, ist Starkregen. Was sie sehr wohl brauchen können, sind aber kühle Nächte. „Das gibt dem Wein die steirische Note.“ Prost!

Thomas Bauer
Thomas Bauer
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