20.09.2019 12:30 |

Wedl Report 2019

Regionale Produkte sind beliebter als Bio-Ware

Die Fachmesse für Gastronomie, Hotel und Design – kurz Fafga alpine superior – schloss gestern in Innsbruck ihre Pforten. 15.000 Besucher waren dabei. Das Handelshaus Wedl trumpfte nicht nur mit seiner Hausmesse auf, sondern auch mit einer aktuellen Studie. Diese zeigt, dass für viele Regionalität wichtiger ist als Bio.

Schon zum vierten Mal ist das Tiroler Familienunternehmen Wedl auf der Fafga mit einer Hausmesse präsent. „Das Ziel ist, unsere Bestandskunden mit brandneuen Produkten zu verblüffen sowie neue Kontakte in der Branche zu knüpfen“, erklärt Lorenz Wedl, Geschäftsführer und Sprecher der Wedl Handels-GmbH. Es sei ein starker Trend in Richtung Bio-Produkte zu beobachten, noch mehr aber in Richtung Regionalität.

Das spiegelt auch eine neue, österreichweite Studie – der Wedl Report 2019 – wider, die die Integral Markt- und Meinungsforschungsges.m.b.H. im Auftrag von der Wedl Handels-GmbH durchgeführt hat. Es wurden 500 Online-Interviews mit Endkonsumenten ab 18 Jahren gemacht, die mindestens einmal pro Woche auswärts essen. Und auch 150 Geschäftsführer, Chef-Köche sowie Restaurantleiter wurden befragt.

Die Studie zeigt: Die Österreicher kennen sich aus, sie achten auf Bio und Regionalität, kaufen diese Produkte und verwenden sie als Entscheidungsgrundlage für die Restaurantwahl. Regionale Produkte kommen für 87% aus der unmittelbaren Region und sind für 66% frisch. „Milch aus Tirol in Wien zu verkaufen, funktioniert nicht. Das erleben wir auch in der Praxis“, weiß Wedl. Bio-Produkte definieren 67% als gentechnikfrei und 64% als naturbelassen.

Speisekarte muss für 61% transparent sein
„Das zeigt, dass der Endkonsument bewusst zwischen Regionalität und Bio unterscheidet“, sagt Wedl. 84% der Befragten kaufen immer oder meist regionale Produkte, „lediglich“ 56% von ihnen greifen zu Bio-Produkten – siehe Grafik.

Die Befragung von Köchen und Co. bestätigt den Trend hin zu Regionalität: 83% der Gastronomen sehen eine hohe Nachfrage nach regionalen Produkten, der Bedarf nach Bio-Ware wird deutlich schwächer wahrgenommen (27%). Dementsprechend bereiten die Köche auch die Gerichte zu. Und der Gast will genau wissen, was auf den Teller kommt. 61% halten vollständige Transparenz auf der Speisekarte für wichtig. Sie wollen somit wissen, woher die Produkte stammen.

„Rund 10.000 Artikel kommen aus Österreich“
„Das allgemeine Resümee lautet, dass vielen Konsumenten mittlerweile Regionalität wichtiger ist als Bio. Daran orientieren natürlich auch wir uns. Von insgesamt 30.000 Artikel, die wir im Sortiment haben, sind rund 10.000 aus Österreich. Bio-Artikel haben wir etwa 2000 im Angebot“, erklärt Wedl.

Griff zu fertigen Menüs wegen Fachkräfte-Mangel
Trends in der Gastronomie kommen und gehen. Dessen ist sich auch Lorenz Wedl bewusst. „Natürlich haben auch wir im Unternehmen schon zahlreiche Trends erlebt. Doch es gibt Unterschiede“, betont er und führt aus: „Im Vergleich zu regionalen Produkten und Bio-Ware war etwa der vegane Trend lang nicht so nachhaltig.“

Vor rund vier Jahren hat das Unternehmen zum Beispiel vegane Salami in das Sortiment aufgenommen. „Doch bei diesen Produkten ist die Nachfrage nicht sonderlich groß. “

Was hingegen derzeit an immer größerer Bedeutung gewinnt, sind sogenannte Convenience-Produkte. „Das sind unter anderem Menüs aus unserem Sortiment, die bereits fix und fertig sind. Wegen des Fachkräfte-Mangels in der Gastronomie müssen die Betriebe Lösungen finden, um weiter zu machen. Derartige Produkte sind eine Möglichkeit dafür, das erleben wir hautnah mit“, verrät der Geschäftsführer.

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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