18.09.2019 16:30 |

Verkehrsbelastung

Bürger sollen im Ötztal zahlreiche Ideen kreieren

Dass die Verkehrsbelastung im Ötztal am Plafond angelangt ist, sehen auch die Touristiker. Mit der im Juni präsentierten Mobilitätsstrategie „Ötztal 2030“ möchte man diese nachhaltig um 30 Prozent reduzieren. Nun sollen die Bürger in den Prozess eingebunden werden. Einige sehen dies allerdings als Augenauswischerei.

Nicht nur heiße Temperaturen beherrschten diesen Sommer, sondern auch heiße Diskussionen über den Urlauberverkehr. Auch die Ötztaler Touristiker sehen Handlungsbedarf und stellen sich der Thematik aktiv. „Wir zerbrechen uns schon jahrelang den Kopf über das Verkehrsaufkommen im Tal“, weiß Lukas Scheiber, Vertreter der Ötztaler Seilbahnunternehmer und baut wie seine Kollegen auf die im Juni präsentierte Mobilitätsstrategie „Ötztal 2030“.

Verkehrsaufkommen um 30 Prozent reduzieren
In Zusammenarbeit mit Verkehrsprofis möchte man das Verkehrsaufkommen in elf Jahren um rund 30 Prozent reduzieren. Als Grundlage für geeignete Maßnahmen dient eine in Auftrag gegebene Analyse der Verkehrsströme, die im März durchgeführt wurde. „Diese hat uns gezeigt, dass ein guter Teil des Verkehrs hausgemacht ist“, weist der Sölder BM Ernst Schöpf auf den hohen Anteil an einheimischen Verkehrsteilnehmern hin. Maßnahmen wie autofreie Anreise, E-Car-Sharing oder der Ausbau der E-Ladestationen sind nur einige Projektideen. Weitere Ideen sollen aus der Bevölkerung kommen. In „Dialogabenden“ möchte man die Stimmung ausloten und die Bürger im Tal einbinden. Längenfeld startet damit am 10. Oktober, Oetz folgt eine Woche später.

Eine rege Diskussion ist dort vorprogrammiert, denn die heimische Bürgerinitiative sieht „Ötztal 2030“ als Augenauswischerei und Beruhigungstaktik vor dem Gletscherzusammenschluss.

Hubert Daum, Kronen Zeitung

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