Minister am Zug:

St. Pölten will 100er gegen Lärm

Ein 100er bleibt das Ziel: Die SP fordert erneut eine Tempobremse auf der A 1 bei St. Pölten. Weil es mit dem Luftargument bisher nicht klappte, will man diesmal den Lärm ins Treffen führen, wie Stadtrat Harald Ludwig betont: „Für Anrainer wäre das ein Gewinn.“ Man hofft auf ein Einlenken des Verkehrsministeriums.

Linz, Graz, Salzburg oder Klagenfurt - viele Landeshauptstädte haben bereits ihren „Lufthunderter“. Weil sich nun aber ausgerechnet die Luftqualität in St. Pölten verbessert hat, nimmt das den Betroffenen den Wind aus den Segeln. Nun will man den fünf Kilometer langen Abschnitt der „West“ zwischen dem Knoten mit der S 33 und der Abfahrt St. Pölten-Süd wegen des Verkehrslärms zur 100-km/h-Zone erklären. Der Zeitpunkt für diese Forderung ist günstig: Denn bis zum Jahr 2020 muss die ASFINAG bei Spratzern ohnehin 1,4 Millionen Euro in den Lärmschutz investieren, nachdem hier erhöhte Werte festgestellt wurden. Geld, das man sich nach Ansicht der städtischen SP sparen könnte: „Eine Reduktion des Tempolimits würde die Abrollgeräusche minimieren, das Problem wäre rasch und vor allem kostengünstig gelöst“, heißt es.

In einem Brief an den parteifreien Verkehrsminister Andreas Reichhardt wollen die Hauptstädter ihre Beweggründe noch einmal detailliert anführen. Chancen, dass das Tempolimit noch von der derzeitigen Übergangsregierung beschlossen wird, sind aber gering. Diese verlängerte im Gegenteil ja kürzlich sogar die umstrittenen 140-km/h-Teststrecken.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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