07.09.2019 08:00 |

Regionalliga

SAK brennt auf ersten Derby-Heimsieg seit 2010

Vor exakt 3204 Tagen, am 15. Mai 2010, durfte der SAK zum letzten Mal über einen Heimsieg im Stadt-Derby gegen die Austria jubeln. Am Samstag, fast 112 Monate später, stehen die Chancen allerdings blendend, dieser Durststrecke ein Ende zu bereiten. Davon ist SAK-Coach Fötschl jedenfalls fest überzeugt.

„Ich bin kein Freund von Statistiken“, kommt SAK-Trainer Andreas Fötschl unumwunden auf den Punkt. „Es gibt andere Gründe für mich, warum die Chancen für uns gut stehen.“ Einer davon: „Wir haben die letzten sechs Spiele in der Liga gewonnen, einmal Remis gespielt, sind in dieser Saison noch ungeschlagen.“ Mit 19 von 21 möglichen Zählern stehen die Blau-Gelben aktuell unangefochten an der Tabellenspitzen, feierten zudem bereits Siege gegen die Verfolger aus Seekirchen und zuletzt auch gegen den wohl härtestens Konkurrenten, den FC Pinzgau. „So gesehen spricht nichts dagegen, dass wir diese Serie beenden und gegen die Austria zuhause einen Dreier einfahren“, ist Fötschl optmistisch.

„Bei uns passt aber auch die Stimmung, der Charakter im Team“, weiß der Trainer. „Darum gelingt es uns auch immer wieder Rückstände zu drehen. Allerdings hätte ich überhaupt nichts dagegen, wenn wir gegen die Austria auch einmal vorlegen könnten.“ Aktuell liegt sein Team neun Punkte vor den Violetten. „Sie haben die Pflicht bei uns zu gewinnen, wenn sie vorne dran bleiben wollen“, sieht der 45-Jährige die Austria mehr unter Druck. Unterschätzen will er den Gegner, trotz dreier Niederlagen zuletzt, aber nicht. „Von diesen Resultaten lassen wir uns sicherlich nicht täuschen. Von der Papierform her haben sie immer noch eine der besten Offensivabteilungen der Liga“, sagt Fötschl. „Die haben ihre Qualität und Derbys sind auch oft dazu da, um solche Negativserien zu beenden.“ Denn eines ist für den SAK-Trainer auch klar: „Es gibt viele Floskeln im Fußball. Dass ein Derby aber definitiv seine eigene Gesetze hat, ist für mich keine Floskel sondern eine Tatsache.“

Eine Einschätzung, die auch Christian Schaider teilt. „So ein Stadt-Derby ist sowohl für den SAK als auch für uns etwas ganz Besonderes“ sagt der Austria-Coach. „Dennoch ist klar, dass wir in dieser Partie nicht der Favorit sind.“ Dabei verlief der Start in die Regionalliga Salzburg-Saison absolut vielversprechend. „Mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen waren wir auf jeden Fall zufrieden“, erklärt Schaider. „Die drei Niederlagen zuletzt schmerzen allerdings, zumal wir mit Sicherheit unter Wert geschlagen wurden und Punkte drinnen gewesen wären.“ Darum baut der 42-Jährige im Derby auf den Kampfgeist seines Teams: „Ich habe als Spieler selbst genug Derbys bestritten, weiß dass man bei solchen Partien alles auf dem Platz lässt. Das erwarte ich mir auch von meinen Spielern.“

Fakt ist für Schaider aber auch, dass die kommende Woche vorentscheidend für seine Austria ist: „Mit dem Derby gegen den SAK, dem Cup-Spiel gegen Kuchl am Mittwoch und dem Heimspiel gegen den FC Pinzgau am nächsten Samstag haben wir drei ganz schwere Brocken vor der Brust.“ Die Hoffnung auf einen Platz unter den Top-2, der die Quali für das Play-off bringen würde, ist jedenfalls noch nicht abgehakt. „Abgesehen vom SAK sind die Teams in der Liga eng beieinander“, sagt der Austria-Coach. „Jedes positive Spiel, dass wir abliefern können, gibt uns neues Selbstvertrauen.“

Welche Erinnerungen SAK-Ikone Walter Larionows an den letzten Derby-Heimsieg hat, lesen Sie in der gedruckten Samstags-Krone.

Peter Weihs
Peter Weihs
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