88-Jähriger verärgert

„Für uns Alte ist die Bahnfahrt ein Horror“

Schon allein der Umwelt zuliebe sollten viele Fahrten im alltäglichen Leben mittels öffentlicher Verkehrsmittel bestritten werden. Tatsächlich wird es für ältere Personen aber immer schwieriger, zu Bahn-Tickets zu kommen. Denn der Umgang mit Automaten & Co. ist trotz zahlreicher Maßnahmen nicht einfacher geworden.

„Ich bin bald 88 Jahre alt und kann Gott sei Dank noch mit dem Auto von Ulrichskirchen nach Wien und wieder zurück fahren. Die Bahnfahrt ist mir mittlerweile zu kompliziert“, betont Friedrich Närr im Gespräch mit der „Krone“. Bis vor kurzem war es dem rüstigen Pensionisten aus dem Bezirk Mistelbach noch möglich, Zonenfahrscheine in der Trafik zu kaufen und ab Gerasdorf mit Tickets der Wiener Linien weiter zu pendeln. Seit der Umstellung auf den kilometerabhängigen Fahrpreis ist das nicht mehr möglich.

Närr erklärt: „Ich müsste am Bahnhof den Fahrschein unmittelbar vor Fahrtantritt am Automaten kaufen. Dies geht aber nur für den nächsten Zug. Auch für die Rückfahrt soll ich den genauen Zug eingeben. Wie kann das möglich sein, denn man weiß nie, wie lange man etwa beim Arzt, zu tun hat.“ Die Schwierigkeiten mit den Automaten ziehen sich laut Experten durch alle Landesteile. Die Pensionisten leiden einfach unter den Einsparungen am Schalterpersonal und fehlenden Ansprechpersonen. Es müsse doch mit den heutigen Mitteln möglich sein, auch für ältere und nicht technisch erfahrene Personen eine einfache und auch wirtschaftlich tragbare Lösung zu finden, so die harsche Kritik der älteren Bevölkerung. Für die Zukunft hofft man auf Besserung ...

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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