03.09.2019 07:00 |

Ungewisse Zukunft

Fliegerhorst Aigen droht der Totalabsturz

Ein Bürgermeister funkt SOS! Die Zukunft des Fliegerhorsts Aigen steht und fällt mit dem Nachfolgemodell des Uralt-Hubschraubers Alouette, der nur noch bis 2023 flugfähig ist. Doch bislang gibt’s nur Lippenbekenntnisse. Stand jetzt wäre damit auch die Katastrophenhilfe akut gefährdet. Ortschef Raimund Hager geht mit der Bundespolitik rund um Ex-Minister Mario Kunasek hart ins Gericht.

Optimales Flugwetter herrscht dieser Tage nicht wirklich im Ennstal – die dunklen Wolken über dem Fliegerhorst Fiala Fernbrugg haben aber nicht unmittelbar etwas mit den meteorologischen Herbstvorboten zu tun. Denn nach wie vor fehlt ein Nachfolgemodell für die Alouette 3.  „Wir haben im Vorjahr ja sogar einen großen Festakt mit dem damaligen Minister gehabt, wo es geheißen hat, alles sei auf Schiene – doch passiert ist bisher genau gar nichts. Wir sind einfach nur traurig und enttäuscht“, macht sich der Aigener Bürgermeister Raimund Hager (ÖVP) im Telefonat mit der „Krone“ Luft.

Standortgarantie als leere Versprechung?
1967 in den Dienst gestellt, sind aktuell noch zwölf Stück der Uralt-Hubschrauber in Aigen stationiert. Die Wartung ist nur mühsam und kostenintensiv zu bewerkstelligen – 2023 ist dann definitiv Schluss, sind die Hubschrauber nicht mehr flugfähig. Im Herbst des vergangenen Jahres gab Mario Kunasek, freiheitlicher Verteidigungsminister a. D., quasi eine Standortgarantie für Aigen ab, in dem er erklärte, die Finanzierung der neuen Helikopter sei gesichert. Doch dann kam Ibiza. „Und für uns bedeutete das wieder nur leere Versprechungen“, schüttelt der Ortschef den Kopf.

Kunasek weist die Kritik von sich: „Alles ist auf Schiene – auch die Finanzierung ist sichergestellt.“ Dem widerspricht allerdings Michael Bauer, Sprecher des aktuellen Verteidigungsministers Thomas Starlinger. „Es ist richtig, dass die Planungen auf Beamtenebene bis Ende des Jahres abgeschlossen sein sollten – allerdings ist das alte Budget eben Geschichte und die neue Regierung muss das Geld erst wieder freigeben.“

Katastropheneinsätze nicht gewährleistet
Kritiker sehen nun Gefahr in Verzug. „Bestellungen von Hubschraubern sind nicht vergleichbar mit dem Kauf eines Autos. Im Schnitt dauert so etwas vier Jahre – aus jetziger Sicht wäre also ein Katastropheneinsatz wie im letzten Winter schlichtweg nicht machbar“, schildert ein Militär-Experte die drohende Misere. Im Ministerium versucht man zu beruhigen. „Wenn das Budget Anfang des Jahres freigegeben wird, geht sich alles aus.“

Landeshauptmann-Vize und Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SPÖ) stellt klar: „Diese Hubschrauber sind für den Katastropheneinsatz unabdingbar. In St. Michael wird gerade der dritte steirische Notarzthubschrauber-Stützpunkt errichtet – in unserem Zuständigkeitsbereich funktioniert es also, schade, dass dies bei der FPÖ nicht der Fall ist“

Marcus Stoimaier, Kronen Zeitung

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