30.08.2019 13:04 |

„Anstandsverletzung“

Teurer Badespaß im Marienbrunnen

Fünf Menschen sprangen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in den Marienbrunnen, um zu schwimmen. Die Polizei war vor Ort. Die Nachtschwärmer erwartet eine Strafe bis zu 500 Euro. Die Stadt nimmt den Badeausflug gelassen hin.

18 Grad Celsius Lufttemperatur waren vier Männern und einer Frau wohl noch zu heiß. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen 01.30 Uhr sprang die Gruppe deswegen in den Marienbrunnen am Salzburger Anton-Neumayr-Platz. Nachbarn, die sich durch die Lautstärke gestört fühlten, riefen daraufhin bei der Polizei an.

Den Beamten vor Ort bot sich ein skurriles Bild. „Beim Eintreffen stellten wir fest, dass tatsächlich fünf Personen im Brunnen schwammen“, sagt Karin Temel von der Salzburger Polizei. Als die Polizei die Nachtschwärmer zur Ausweiskontrolle bat, tanzte einer besonders aus der Reihe. Der 20-Jährige versuchte zu flüchten und einen Beamten sogar mit Fußtritten zu verletzen. Er wurde von der Polizei festgenommen.

Badespaß im Brunnen kann sehr teuer werden
Der nächtliche Badeausflug für ihn und seine Freunde dürfte sich nicht gelohnt haben. Die Gruppen erwartet eine Strafe wegen Anstandsverletzung. Die Höhe kann dabei bis zu 500 Euro betragen. „Der Eintritt ins Lepi wäre billiger gewesen“, sagt Bernd Huber aus dem Büro von Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP).

Die Stadt sieht die Badeaktion im Brunnen gelassen. „Das war nicht das erste Mal“, sagt Huber. Den Kopf abschlagen wolle man den Badegängern nicht. Sie dürfen die Lektion für ihre Aktion ohnehin bezahlen.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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