17.08.2019 09:00 |

Steinbockmarsch

Das Zillertal soll Kickl Wahlkampf-fit machen

Fast so anstrengend wie ein Wahlkampf: 30 Kilometer und 3484 Höhenmeter will Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) heute beim Steinbockmarsch in Ginzling bewältigen. Eine ganze Fanfare an Wahlkampftönen gab es schon gestern beim Pressetermin im Gasthof Post in Strass. Botschaft: Man will nach der Nationalratswahl wieder regieren. Im Zillertal ortet Kickl viel Rückenwind.

„Lassen Sie sich nicht unterkriegen“ – das ist laut Kickl die typische Aufmunterung, die er bei der Wahlkampftour im Zillertal zu hören bekommt. Auch heute mischt sich der Ex-Innenminister und nunmehrige geschäftsführende Klubobmann unters Volk, wenn nach dem Steinbockmarsch die Siegerehrung und ein Fest anstehen. Flankiert von mehreren Kamerateams blickte „der beste Innenminister aller Zeiten“ (Zitat Tirols FPÖ-Spitzenkandidat Peter Wurm) zurück und auf den Wahltag voraus.

Flüchtlinge und Asyl
Vieles drehte sich natürlich um Flüchtlinge und Asyl. „Das Ende der Regierung“, sagt Kickl, „hat die nächsten Schritte verhindert“. Nun hätte man nämlich genau hinschauen wollen, bei welchen Personen die Flucht- und Asylgründe noch gegeben seien. Bei verbesserter Situation in den Heimatländern wäre eine Rückkehr anzustreben, „damit die Leute daheim Aufbauhilfe leisten“.

„Da ist nichts dran“
Die Hausdurchsuchungen bei Strache und Gudenus in der Casino-Causa kommentierte Kickl süffisant: „Ich gehe davon aus, dass sich die Vorwürfe in Luft auflösen, aber das wird wohl erst nach der Wahl sein.“

„Große Tiroler Adler Orden an Salvini“
Der Ex-Innenminister betonte, dass nach der Wahl die Koalition mit der ÖVP fortgesetzt werden sollte. Ob seine Person oder das Innenministerium in FPÖ-Hand eine Bedingung sei? „Jetzt wird erst einmal gewählt“, gab sich Kickl zugeknöpft. Am Ende eine Spitze gegen Tirols LH Günther Platter: Der Große Tiroler Adler Orden hätte eher Italiens Innenminister Salvini als EU-Kommissionspräsident Juncker gebührt.

Die „Krone“ bat Herbert Kickl im Anschluss an die Pressekonferenz zu einem Interview. Das lesen Sie in der Samstagsausgabe der „Tiroler Krone“. 

Andreas Moser
Andreas Moser
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