15.08.2019 09:00 |

Wegen der Frostgefahr

Das wird leider nix mit der großen Bananen-Ernte

In Südamerika tobt die gefährliche Bananenkrankheit „Tropical Race 4“, und wie sich das auf die Preise der Frucht auch bei uns auswirkt, ist noch unklar. Aber: Bei uns sprießen klimabedingt doch auch schon Melonen, Feigen, Oliven, vereinzelt Bananen - ginge da nicht mehr Produktion?

Die Steiermark als Selbstversorgerland bei Bananen - das hätte doch was, oder? Schließlich sind doch jetzt schon so viele, vor allem oststeirische Gärten voll mit imposanten Stauden? „Ja, nette Idee - das spielt es bei uns aber nicht als Massenware. Das ist auch über die nächsten Jahre auszuschließen“, sagt Dr. Josef Hafellner vom Botanischen Garten der Uni Graz. Denn: „Eine Hochleistungssorte wie etwa die ,Cavendish‘-Banane, die 50, 60 Kilo trägt, braucht Dauerwärme, da darf die Temperatur nie unter 10 Grad plus fallen. Frost, wie wir ihn bei uns haben, würde sie nicht überleben.“

Auch dürfe man nicht vergessen, dass die Banane die am meisten mit Chemie bespritzte Pflanze unter allen im Welthandel angebotenen Kulturen sei. „Sie schmeckt nämlich nicht nur Menschen, sondern auch Schadorganismen, ist anziehend für Insekten und Pilze“. Zumindest könnte sie bei uns nicht Opfer der „Flughunde“ (Fledermäusen ähnlich) werden so wie in Südamerika

Einer, der quasi direkt aus dem Dschungel kommt, ist Johann Cziglar - allerdings in Bad Radkersburg. Wo der Hobbyzüchter in seinen besten Zeiten bis zu 12.000 Bananenstauden kultiviert hat! „Es ist einfach mein Hobby“, grinst der sympathische Südsteirer. Der auch bestätigt: „Massentauglich sind Bananen bei uns leider nicht in der Produktion. Obwohl es mit der ,Zigeunerbanane’ eine gibt, die man ernten kann, sie trägt aber erst nach vier bis fünf Jahren.“

Christa Bluemel
Christa Bluemel
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