12.08.2019 09:50 |

Salzburger Nockerln

Mit dem „Mammon“ auf der Schranne einkaufen

Kunsthandwerker Christoph Franken: Im „Jedermann“ ist er der monströse Geldsack - privat ein liebevoller Familienmensch.

Einblicke „Ich bin ein leidenschaftlicher Koch und ein wahrer Meister in der Zubereitung von Pasta mit frischen Steinpilzen“, schwärmt Christoph Franken.

Somit passt’s genau, dass wir den Mammon aus dem „Jedermann“ auf der Schranne treffen. Gerade erst das Radl geparkt, da stürzt er sich schon aufs frische Gemüse beim Standl der Familie Brötzner. „Ich gestehe, eigentlich bin ich Fleischtiger und kann der Käsekrainer beim Franzi in der Triangel, oder dem Backhendl im Bärenwirt nicht widerstehen. Aber ich gelobe Besserung. Sobald ich wieder in München bin, leb’ ich vegetarisch“, lacht er mit einem Augenzwinkern.

Ab Herbst ist er nach zehn Jahren am Deutschen Theater Berlin fix am Münchner Residenztheater engagiert. „Als ,Kunsthandwerker’ muss man schließlich immer was Neues wagen.“

Im „Jedermann“ ist er allerdings ein alter Bekannter. Der gebürtige Kölner spielte zwei Jahre den Teufel und macht jetzt in der dritten Saison als Herr des Geldes Jedermann Tobias Moretti das Leben zur Hölle.

„Salzburg ist fast schon ein Stück Heimat. Meine Familie und ich genießen die Zeit hier sehr.“ Da stechen ihm auch gleich Sonnenblumen, nahezu so golden wie sein Mammon-Kostüm, ins Auge. „Die bring’ ich meiner Frau Maria mit, sie ist gelernte Floristin und Theaterpädagogin.“

Ihr dreijähriger Sohn ist in Salzburg natürlich auch dabei. „Wir waren gerade alle gemeinsam bei Freunden im Mühlviertel und danach in Linz bei der ,Sinnesrausch’-Ausstellung. Da kann man herumhüpfen und verschiedenste Dinge ausprobieren, perfekt für kleine Kinder“, schwärmt er mit glänzenden Augen.

Auch der Rest der Family kommt zu Besuch in die Mozartstadt. „Meinen Eltern schenke ich die ,Jedermann’-Karten bereits zu Weihnachten. Und mein Bruder hat das Stück ebenfalls noch nie verpasst. Mit ihm geht’s nach der Vorstellung auf ein Maß ins Augustiner Bräu“, erzählt Franken, der hofft, beim 100-Jahre-Festspieljubiläum wieder auf der Bühne zu stehen. „Schön wär’s. Ich verstehe mich mit meinen Kollegen super, insbesondere mit meinem ,Garderobenkumpel’ Peter Lohmeyer.“

Tina Laske
Tina Laske
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